Sehr beeindruckend
Mit „Territorium“ beleuchtet Sabrina Janesch ein kaum bekanntes Kapitel der Kolonialgeschichte, das mir gänzlich unbekannt war: den Staatsstreich amerikanischer Großkapitalisten auf Hawaiʻi 1893. Ich finde es immer toll, wenn ich auf diesem Weg etwas Neues lernen kann, und ich habe den Eindruck, dass sich die Autorin richtig in das Thema reingebissen hat. Die Geschichte wird durch drei reale Frauen so richtig lebendig und man kann sehr gut mitfühlen, weil es nicht Fiktion ist: Königin Liliʻuokalani, ihre deutsche Vertraute Gertrude Wolf und die Journalistin Emma Nāwahī. Janesch wählt einen klaren Erzählstil, der prima zu dem Thema passt. Ein Roman, der vor sehr langer Zeit spielt, aber mit seinem Thema immer noch sehr aktuell ist, Für mich eine sehr klare Leseempfehlung für Menschen, die gerne ein wenig genauer hinschauen.