Seltsames Leseerlebnis

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q5helgi Avatar

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Das Lesen dieses Buches war, wie es im Titel steht, ein seltsames Leseerlebnis. Der Schreibstil? Gut, mochte ich. Der Lesefluss war nicht gegeben, manchmal stolperte ich, musste den Satz noch mal von vorne lesen, aber ich mochte die vielen Nennungen z.B. der verschiedenen Baumarten auf Hawaii, ich mochte den Witz in einigen Strukturen. Apropos Struktur: Auch die mochte ich aufgrund ihrer Schlichtheit. Drei Jahre, drei Hauptkapitel. Einfach. Ein Prolog und Epilog. Dazwischen kleinere Kapitel aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Figuren? Ziemlich viele Deutsche auf der kleinen abgelegenen Pazifikinsel, was sehr überraschend kam und deshalb spannend war. Die Königin sprach eigentlich immer in der Wir-Form, es gab Einblicke in die Gedankenwelt der Widerständler und der Putschisten, wie ich finde, fair aufgeteilt und fair beschrieben. Am Anfang des Buches gibt es auch eine klare Liste der Figuren. Sowie Robert Louis Stevenson. Schließlich, das Thema: unfassbar interessant von einer deutschen Autorin über die Geschehnisse der damaligen Zeit zu lesen!
In meinen Augen hat alles gepasst. Trotzdem habe ich das Buch nicht gerne gelesen. Ich kann nicht erklären, warum. Ich habe es in die Hände genommen und nach einem Kapital hatte ich eigentlich genug. Es bestand nie eine Dringlichkeit, dem Handeln der Figuren zu folgen. Es war mehr wie ein Eintauchen in die historischen Begebenheiten und ein notwendiges Wiederauftauchen. Fazit: ein eigenartiges Buch. Ich empfehle bei Interesse auf jeden Fall die Leseprobe zu lesen.