Wie man sich ein Land aneignet
“Territorium” von Sabrina Janesch ist alles andere als leichte Kost. Weder thematisch noch lyrisch. Wie die meisten hatte ich vor dem Lesen keine Ahnung über die Geschichte Hawai’is und wie es dazu kam, dass Hawaii ein amerikanischer Bundesstaat ist. Nach der Lektüre verspüre ich großen Frust über die Aneignung und auch darüber, dass so viel in Vergessenheit geriet. Die ganzen Kämpfe, Heldentaten und diplomatischen Bemühungen, scheinen umsonst, und das Unrecht setzt sich durch.
Es ist ein faszinierendes Zeitbild, das Janesch beschwört. Erst im Anhang wird einem klar, wie viel Zeit und Kraft es gekostet haben muss, diese längst vergessenen Ereignisse zumindest annähernd wieder ans Licht zu holen. Die Erzählung ist sehr dicht, Janesch lässt unzählige Figuren auftreten. Vor allem Anfangs wird vom Leser viel abverlangt, da hilft auch das Personenverzeichnis zu Beginn wenig. Erst nach und nach kristallisieren sich einzelne wichtige Personen heraus und die Geschichte nimmt im zweiten Teil Fahrt auf. Der dritte Teil bietet Spannung pur.
Auch stilistisch ist das Buch phasenweise anstrengend. Dennoch fand ich es lohnend. Alleine als Denkmal für Gertrude Wolf, Königin Lili’uokalani, Carl Pana’ewa Widemann, Hermann Widemann und all die Anderen. Das Buch endet ohne dass man vom weiteren Schicksal der handelnden Personen erfährt. Und leider ist es irrsinnig schwer, im Internet brauchbares zu finden. Ein Zeugnis von der Arbeit, die sich Janesch da angetan hat. Für historisch interessierte Leser, die gerne über den Tellerrand schauen, ein Muss.
Es ist ein faszinierendes Zeitbild, das Janesch beschwört. Erst im Anhang wird einem klar, wie viel Zeit und Kraft es gekostet haben muss, diese längst vergessenen Ereignisse zumindest annähernd wieder ans Licht zu holen. Die Erzählung ist sehr dicht, Janesch lässt unzählige Figuren auftreten. Vor allem Anfangs wird vom Leser viel abverlangt, da hilft auch das Personenverzeichnis zu Beginn wenig. Erst nach und nach kristallisieren sich einzelne wichtige Personen heraus und die Geschichte nimmt im zweiten Teil Fahrt auf. Der dritte Teil bietet Spannung pur.
Auch stilistisch ist das Buch phasenweise anstrengend. Dennoch fand ich es lohnend. Alleine als Denkmal für Gertrude Wolf, Königin Lili’uokalani, Carl Pana’ewa Widemann, Hermann Widemann und all die Anderen. Das Buch endet ohne dass man vom weiteren Schicksal der handelnden Personen erfährt. Und leider ist es irrsinnig schwer, im Internet brauchbares zu finden. Ein Zeugnis von der Arbeit, die sich Janesch da angetan hat. Für historisch interessierte Leser, die gerne über den Tellerrand schauen, ein Muss.