Wirkte eher wie ein Sachbuch
Buchmeinung zu Sabrina Janesch – »Territorium«
»Territorium« ist ein Roman von Sabrina Janesch, der 2026 bei Rowohlt Berlin erschienen ist.
Zum Autor:
Sabrina Janesch, geboren 1985 im niedersächsischen Gifhorn, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Polonistik in Krakau. Nach verschiedenen Stationen in Europa und Südamerika lebt sie heute mit Mann und zwei Töchtern in Münster. Ihre vielfach ausgezeichneten Romane wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt; für ihren Bestseller Die goldene Stadt (2017) erhielt sie den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis.
Zum Inhalt:
Hawaii 1893
Amerikanische Großkapitalisten stürzen die Königin von Hawaii und wollen die Annexion durch die USA erreichen. Doch der Widerstand formiert sich und 1895 kommt es zu einem bewaffneten Aufstand.
Meine Meinung:
Dieses Buch liest sich in weiten Teilen eher wie ein Sachbuch als wie ein Roman. Das Nachwort belegt die ausführliche Recherche der Autorin zu diesem Thema. Die Autorin hat ihr Werk in die Teile Eine hawaiische Affäre, Im Namen des Volkes und Tantalus gegliedert. Im ersten Teil wird die Ausgangslage und die Übernahme der Macht durch die amerikanischen Großindustriellen geschildert. Sie betreiben die Angliederung an die USA, deren Präsident sich aber nicht festlegen möchte. Das Königreich Hawaii ist geprägt durch starke Frauen und eine liberale Grundhaltung. Es gibt eine starke deutschstämmige Bevölkerungsgruppe, die mehrheitlich dem Königreich zugetan ist. Umfangreiche atmosphärische Beschreibungen des Lebens auf Hawaii treffen auf knallharte Umsetzung des Regierungswechsel durch Säuberungen im Staatsapparat und geplante Beschneidung der Rechte einzelner Bevölkerungsgruppen. Hier habe ich viel Neues über Hawaii und sein Königreich erfahren.
Im zweiten Teil formiert sich der Widerstand. Neben vergeblichen diplomatischen Versuchen wird die Bewaffnung und die Planung eines militärischen Aufstandes beschrieben. Vieles erinnerte mich an aktuelle politische Entwicklungen. Trotz des scheinbar guten Verhältnis zu den europäischen Großmächten, erfolgte keinerlei politische Unterstützung der Königin durch die europäischen Staaten. Hier konnte ich die Enttäuschung des Diplomaten hautnah miterleben. Dazu gab es bei den Szenen, die auf Hawaii spielten ähnliche atmosphärische Beschreibungen wie im ersten Teil, nur verfehlten sie jede Wirkung auf mich.
Im dritten Teil wird der bewaffnete Aufstand und seine Niederschlagung beschrieben. Spätestens hier wurde mir klar, dass dieser Teil der hawaiischen Geschichte vorwiegend aus der Sicht und am Beispiel einiger deutschstämmiger Figuren geschildert wird.
Den Erzählstil fand ich ziemlich trocken und zu den meisten Figuren konnte ich keine Verbindung aufbauen. Zudem störten mich wiederkehrende vermeintlich atmosphärischer Beschreibungen und die Häufung von Straßennamen in der Erzählung. So blieb mein Lesevergnügen gering, aber der Respekt für das ursprüngliche Königreich wuchs.
Fazit:
Dieses Figuren dieses Buches blieben mir weitgehend fremd, aber der Rechercheaufwand der Autorin war jederzeit spürbar. Die Lektüre des Textes fiel mir zunehmend schwer. Deshalb kann ich das Buch nur mit zwei von fünf Sternen (50 von 100 Punkten) bewerten.
»Territorium« ist ein Roman von Sabrina Janesch, der 2026 bei Rowohlt Berlin erschienen ist.
Zum Autor:
Sabrina Janesch, geboren 1985 im niedersächsischen Gifhorn, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Polonistik in Krakau. Nach verschiedenen Stationen in Europa und Südamerika lebt sie heute mit Mann und zwei Töchtern in Münster. Ihre vielfach ausgezeichneten Romane wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt; für ihren Bestseller Die goldene Stadt (2017) erhielt sie den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis.
Zum Inhalt:
Hawaii 1893
Amerikanische Großkapitalisten stürzen die Königin von Hawaii und wollen die Annexion durch die USA erreichen. Doch der Widerstand formiert sich und 1895 kommt es zu einem bewaffneten Aufstand.
Meine Meinung:
Dieses Buch liest sich in weiten Teilen eher wie ein Sachbuch als wie ein Roman. Das Nachwort belegt die ausführliche Recherche der Autorin zu diesem Thema. Die Autorin hat ihr Werk in die Teile Eine hawaiische Affäre, Im Namen des Volkes und Tantalus gegliedert. Im ersten Teil wird die Ausgangslage und die Übernahme der Macht durch die amerikanischen Großindustriellen geschildert. Sie betreiben die Angliederung an die USA, deren Präsident sich aber nicht festlegen möchte. Das Königreich Hawaii ist geprägt durch starke Frauen und eine liberale Grundhaltung. Es gibt eine starke deutschstämmige Bevölkerungsgruppe, die mehrheitlich dem Königreich zugetan ist. Umfangreiche atmosphärische Beschreibungen des Lebens auf Hawaii treffen auf knallharte Umsetzung des Regierungswechsel durch Säuberungen im Staatsapparat und geplante Beschneidung der Rechte einzelner Bevölkerungsgruppen. Hier habe ich viel Neues über Hawaii und sein Königreich erfahren.
Im zweiten Teil formiert sich der Widerstand. Neben vergeblichen diplomatischen Versuchen wird die Bewaffnung und die Planung eines militärischen Aufstandes beschrieben. Vieles erinnerte mich an aktuelle politische Entwicklungen. Trotz des scheinbar guten Verhältnis zu den europäischen Großmächten, erfolgte keinerlei politische Unterstützung der Königin durch die europäischen Staaten. Hier konnte ich die Enttäuschung des Diplomaten hautnah miterleben. Dazu gab es bei den Szenen, die auf Hawaii spielten ähnliche atmosphärische Beschreibungen wie im ersten Teil, nur verfehlten sie jede Wirkung auf mich.
Im dritten Teil wird der bewaffnete Aufstand und seine Niederschlagung beschrieben. Spätestens hier wurde mir klar, dass dieser Teil der hawaiischen Geschichte vorwiegend aus der Sicht und am Beispiel einiger deutschstämmiger Figuren geschildert wird.
Den Erzählstil fand ich ziemlich trocken und zu den meisten Figuren konnte ich keine Verbindung aufbauen. Zudem störten mich wiederkehrende vermeintlich atmosphärischer Beschreibungen und die Häufung von Straßennamen in der Erzählung. So blieb mein Lesevergnügen gering, aber der Respekt für das ursprüngliche Königreich wuchs.
Fazit:
Dieses Figuren dieses Buches blieben mir weitgehend fremd, aber der Rechercheaufwand der Autorin war jederzeit spürbar. Die Lektüre des Textes fiel mir zunehmend schwer. Deshalb kann ich das Buch nur mit zwei von fünf Sternen (50 von 100 Punkten) bewerten.