Wenn Skandale verpuffen
Der Klappentext verspricht einen brisanten Campusroman über Macht, Skandale und eine App, die eine ganze Elite-Schule ins Chaos stürzt. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an Spannung, Dynamik und moralische Grauzonen. Leider konnte das Buch dieses Versprechen nur teilweise einlösen.
Der Einstieg ist durchaus interessant: Die überraschende Platzierung der Tiffin-Academy in den Rankings wirft sofort Fragen auf und zeichnet das Bild einer Schule, die mehr Schein als Sein ist. Renovierungsbedürftige Wohnheime, schwache Leistungen und ein marodes System stehen im starken Kontrast zu glamourösen Partys und einer gepflegten Außenwirkung. Diese Ausgangslage hätte viel Potenzial für eine bissige Kritik an Eliten, Leistungsdruck und institutioneller Verlogenheit geboten.
Allerdings dauert es sehr lange, bis die titelgebende App tatsächlich eine Rolle spielt. Über weite Strecken bleibt die Handlung bei Beschreibungen des Schulalltags und der beteiligten Personen, ohne wirklich Fahrt aufzunehmen. Wenn die App dann endlich ins Spiel kommt, fällt ihre Bedeutung deutlich kleiner aus als erwartet. Die angeblich explosiven Enthüllungen, Affären, Korruption, tragische Ereignisse, sind für Leserinnen und Leser schon bekannt und keine Überraschung. Zudem werden sie nach wenigen Seiten wieder fallen gelassen, ohne nachhaltige Konsequenzen für Handlung oder Figuren zu haben. Dadurch verliert die Geschichte an Schärfe und Dringlichkeit.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht zugänglich, was das Buch insgesamt gut lesbar macht. Gerade deshalb eignet es sich meiner Meinung nach eher für jüngere Leserinnen und Leser, die einen unkomplizierten, skandalorientierten Campusroman suchen, ohne allzu viel psychologische oder gesellschaftliche Tiefe zu erwarten.
Der Einstieg ist durchaus interessant: Die überraschende Platzierung der Tiffin-Academy in den Rankings wirft sofort Fragen auf und zeichnet das Bild einer Schule, die mehr Schein als Sein ist. Renovierungsbedürftige Wohnheime, schwache Leistungen und ein marodes System stehen im starken Kontrast zu glamourösen Partys und einer gepflegten Außenwirkung. Diese Ausgangslage hätte viel Potenzial für eine bissige Kritik an Eliten, Leistungsdruck und institutioneller Verlogenheit geboten.
Allerdings dauert es sehr lange, bis die titelgebende App tatsächlich eine Rolle spielt. Über weite Strecken bleibt die Handlung bei Beschreibungen des Schulalltags und der beteiligten Personen, ohne wirklich Fahrt aufzunehmen. Wenn die App dann endlich ins Spiel kommt, fällt ihre Bedeutung deutlich kleiner aus als erwartet. Die angeblich explosiven Enthüllungen, Affären, Korruption, tragische Ereignisse, sind für Leserinnen und Leser schon bekannt und keine Überraschung. Zudem werden sie nach wenigen Seiten wieder fallen gelassen, ohne nachhaltige Konsequenzen für Handlung oder Figuren zu haben. Dadurch verliert die Geschichte an Schärfe und Dringlichkeit.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht zugänglich, was das Buch insgesamt gut lesbar macht. Gerade deshalb eignet es sich meiner Meinung nach eher für jüngere Leserinnen und Leser, die einen unkomplizierten, skandalorientierten Campusroman suchen, ohne allzu viel psychologische oder gesellschaftliche Tiefe zu erwarten.