Zwischen Ritualen, Magie und viel zu vielen offenen Fragen

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lissa342 Avatar

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Manchmal reichen ein paar Kapitel, damit man weiß: Okay, dieses Buch wird gefährlich. Gefährlich für meinen Schlaf, meine Leseliste und meine Fähigkeit, vernünftige Entscheidungen zu treffen. "The Arcane Arts" hat genau dieses Gefühl bei mir ausgelöst.

Der Prolog war direkt so ein "Moment mal... WAS passiert hier eigentlich?"-Auftakt. Ein geheimnisvolles Ritual, bei dem man als Leserin sofort merkt, dass hier etwas viel Größeres im Hintergrund lauert. Ich liebe solche Einstiege, die mehr Fragen aufwerfen als beantworten.

Ellsbeth war mir außerdem sofort sympathisch. Sie wirkt nicht wie eine klassische Heldin, die geschniegelt durchs Leben stolpert, sondern eher wie jemand, der mitten ins Chaos geworfen wird und irgendwie seinen Weg finden muss.

Dann dieses College! Entschuldigung, aber wer kommt bitte auf die geniale Idee, "Arkane Künste" als Studienfach einzubauen? Ich war nach drei Sekunden bereit, meine komplette Lebensplanung über Bord zu werfen. Vergesst BWL oder Medizin – ich möchte bitte Vorlesungen über Magie besuchen, in staubigen Bibliotheken uralte Geheimnisse entschlüsseln und mich fragen, ob heute vielleicht wieder ein Ritual schiefläuft. Klingt deutlich attraktiver.

Und dann habe ich erfahren, dass es wohl eine Professor-/Nicht-ganz-Studentin-Dynamik gibt. Nicht einmal eine richtige Studentin, warum ist sie dann am Campus? Professor? Verbotene Vibes? Wo muss ich unterschreiben? Ich bin normalerweise die Erste, die bei solchen Konstellationen genauer hinschaut, aber genau deshalb finde ich den Ansatz spannend. Ich möchte unbedingt sehen, wie die Autorin das umsetzt und wie sich diese Beziehung entwickelt.

Was die Leseprobe für mich besonders stark macht: Sie verrät gerade so viel, dass ich hundert Theorien entwickle, und gleichzeitig so wenig, dass ich mit jeder Seite nur noch neugieriger werde. Mein Gehirn hat inzwischen wahrscheinlich mehr Verschwörungstafeln aufgebaut als jede Krimiserie.

Ich möchte dieses Buch unbedingt weiterlesen, weil es genau die Mischung verspricht, die ich liebe: geheimnisvolle Magie, eine düstere Atmosphäre, ein College voller Rätsel, Charaktere, bei denen ich das Gefühl habe, dass noch längst nicht alle Karten auf dem Tisch liegen, und eine Prise verbotene Spannung. Die Leseprobe hat mich jedenfalls erfolgreich angefixt – und jetzt sitze ich hier mit viel zu vielen Fragen und definitiv zu wenig Seiten.