Arkane Künste

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bookworld91 Avatar

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Eine ambitionierte Studentin. Ein moralisch fraglicher Professor. Und ein gefährliches Ritual. Ob es gut geht, kann ich in „The Arcane Arts
Die Kunst der Unterwerfung“ erfahren.

Ellsbeth studiert Arkane Künste an der Newlyn Universität. Besonders ein Kurs hat es ihr angetan: Prinzipien der armament Methodik bei Professor Rowlins. Doch sowohl sie als auch ihr Professor verfolgen ihre eigenen Pläne, die in einem gefährlichen Ritual gipfeln…

Ich mag mystische Romane mit Uni Setting ziemlich gerne. Daher hat mich auch nicht die Triggerwarnung zu Beginn abgeschreckt. Viel mehr war ich neugierig, welche Brutalitäten mich erwarten würden. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Das Setting ist für mich ideal. Ein Campus, auf den 75% des Geschehens stattfinden. Dieser ist weitläufig, aber auch typisch für alle, die College- bzw. Unifilme kennen oder selber studiert haben. Dadurch hatte ich, die selber an einem weitläufigen Campus studiert habe, war es für mich leicht, mir die Szenerie vorzustellen und ich war gleich drin in einer Geschichte voller Studien und Vorlesungen.

Die Sprache steigert mein Interesse noch mehr. Die Autoren verstehen es, Uni Alltag mit Macht, Kontrolle und geheimen Beziehungen unter einen Hut zu bringen. Die Sprache geht sowohl auf Rowlins Machtstellung, die Zuneigung der Protagonisten zueinander und das Ritual, welches Ellsbeth untersucht, ein. Da das Ritual sehr brutal ist, werden auch brutale Szenen dargestellt- allerdings wird hier versucht, die Szenen möglichst kurz, aber dafür detailliert, zu beschreiben. Das gefällt mir in so fern, als das ich eine Vorstellung vom Ritual bekomme, dieses jedoch schnell vorbeigeht. Überhaupt lässt sich das Buch gut und flüssig lesen, was mir sehr zusagt.


Auch die beiden Protagonisten passen ideal zum Thema und Setting. Ein korrupter Professor kommt immer wieder mal vor, ebenso fragwürdige Studienprojekte. Hier allerdings ist es sehr extrem. Nicht nur, dass Elsbeth Grenzen überschreitet, nein, auch sonst ist sie extrem darauf aus, ihr Vorhaben ohne wenn und aber umzusetzen. Rowlin ist nicht besser- er unterstützt sie in ihrem Vorhaben, auch wenn es moralisch verwerflich ist.

Und genau dieser Punkt hat mich an dem Buch gestört: Niemand- nicht eine einzige Person- stellt die Moralität der arkanen Künste in Frage. Das finde ich schade. Ich hätte mir mal ein Gespräch zwischen Professoren oder Studenten gewünscht, wo es um die Verwerflichkeit der Rituale geht, einfach damit es nicht als okay hingestellt wird. Dadurch ist mir die Welt von Ellsbeth und Rowlin etwas abstrus und nicht nahbar. Da der Rest stimmig und das schnell eingefügt ist, gebe ich den Roman vier Sterne.