Unterhaltsame Romantasy mit einigen Stolpersteinen
Ellsbeth ist eine talentierte Schülerin der arkanen Künste, und möchte unbedingt in das Masterprogramm der renommierten Newlyn Universität aufgenommen werden. Vordergründig geht es ihr dabei um den guten Ruf und die exzellente Lehre in Newlyn, doch tatsächlich steckt mehr dahinter: Ihre jüngere Schwester hat selbst dort ihr Studium aufgenommen, und ist dann unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen. Offiziell war es Suizid, doch Ellsbeth hat ihre Gründe, an dieser Version der Geschichte zu zweifeln. Deshalb setzt sie alles daran, selbst in Newlyn zu studieren um dort ihre Recherchen fortsetzen zu können. Als sie schließlich in ihren ersten Vorlesungen sitzt und ihrem Idol Professor Rawlins zum ersten Mal persönlich begegnet, ist es um sie geschehen: Sein Charisma und sein außergewöhnliches Talent ziehen Ellsbeth in seinen Bann, und sie ist fest entschlossen, ihm näher zu kommen. Und auch Rawlins verspürt eine besondere Anziehung zu seiner neuen Studentin, die nicht eine außergewöhnliche Motivation und herausragende Fähigkeiten mitbringt, sondern ihm auch vorschlägt, eigentlich verbotene Rituale in ihrer Forschung zu untersuchen - rein theoretisch natürlich. Solche Rituale, die eine Unterwerfung des Geistes ermöglichen, sind seit Jahrhunderten verboten und werden gesellschaftlich geächtet. Entsprechend dünn wird das Eis, als Ellsbeth und Rawlins ihre Talente kombinieren, um genau dieses Thema endlich intensiver zu untersuchen.
"The Arcane Arts" kommt mit einem ansprechenden und kunstvollen Cover daher, auch die Innenseiten des Covers sowie der Farbschnitt sind aufwändig mit dunklen Farben und roten Blütenblättern verziert. Damit wird das Buch eindeutig in den Bereich Dark Academia und Romantasy eingebettet. Der Sticker "Dark Romantasy - unsere Leseempfehlung ab 18 Jahren" des Verlags tut sein Übriges. Daher hatte ich gewisse Erwartungen und Vorstellungen, als ich mit der Lektüre begonnen habe. Und ich muss zugeben, der Einstieg war recht heftig und hat mich überdenken lassen, ob dieser Roman das richtige für mich ist. Doch wer ähnliche Gedanken hat, den kann ich beruhigen: Die ersten paar Seiten sind wirklich das Heftigste, was uns in "The Arcane Arts" erwartet. Darüber hinaus ist es ein Liebesroman mit Fantasy-Elementen, der eine einvernehmliche Beziehung mit Machtgefälle und bestimmten Vorlieben beschreibt, bei dem auch spicy Szenen nicht ausgelassen werden. Diese lassen sich jedoch an einer Hand abzählen und dominieren die Handlung keinesfalls.
Die Story an sich hat mit den verschiedenen Ebenen auf jeden Fall Potential: Einerseits geht es um Ellsbeth und Rawlins, die sich immer näher kommen und sich gegenseitig unwiderstehlich finden. Andererseits geht es um Ellsbeth und ihre verstorbene Schwester Bertie, doch dieser Handlungsstrang steht meist im Hintergrund. Ich muss zugeben, dass mich das Buch, was Aufbau und Spannungskurve angeht, etwas vewirrt zurück gelassen hat. Nach etwa der Hälfte bis zwei Drittel der Seiten hatte ich den Eindruck, dass immer mehr "Fässer" aufgemacht werden, die unmöglich in den wenigen verbleibenden Seiten abgehandelt werden können. Meine Befürchtung war, dass es sich hier um den Auftakt einer Serie handelt, auch wenn das allein aus der Aufmachung des Buches nicht ersichtlich ist. Doch dann die Überraschung: Tatsächlich werden alle Handlungsstränge mehr oder weniger zum Abschluss gebracht, es gibt sogar einen Epilog, der mehrere Jahre in die Zukunft blickt. Eine Fortsetzung wäre also möglich, aber nicht zwingend erforderlich. Der letzte Teil des Romans hat sich daher etwas holprig angefühlt, vor allem in Gegensatz zur ersten Hälfte, die geprägt ist von "Slow Burn" und dem Gefühl, dass wir in der Erzählung auf der Stelle treten. Dieses wird auch dadurch verstärkt, dass die Beziehung von Ellsbeth und Rawlins wirklich alles dominiert, andere Themen (z. B. Ellsbeth Verhältnis zu anderen Studierenden, die gemeinsame Vergangenheit mit ihrer Schwester, etc.) oder Handlungsstränge (z. B. Rawlins vergangene Beziehungen, seine Absichten oder Ziele) werden durchgehend stiefmütterlich behandelt, wodurch eine gewisse Balance in der Erzählung fehlt.
Alles in allem hat mich "The Arcane Arts" jedoch trotzdem gut unterhalten und mir gezeigt, dass das Marketing von Büchern sich oft an Trends anpasst, ungeachtet dessen, wie gut das tatsächlich zum Inhalt jener Bücher passt. Der Verlag wirkt zwar damit, dass das Buch ohne KI erstellt wurde, teilweise habe ich mich jedoch gefragt, ob das so eine gute Idee war. Denn die Übersetzung ins Deutsche ist an mehreren Stellen holprig und unpassend, was meinen Lesefluss unangenehm beeinflusst hat.
Insgesamt würde ich "The Arcane Arts" trotzdem weiterempfehlen an alle, die Lust auf Dark Academia mit etwas Spice haben, und auch keine Berührungsängste mit Themen wie Suizid oder bestimmten Vorlieben haben.
"The Arcane Arts" kommt mit einem ansprechenden und kunstvollen Cover daher, auch die Innenseiten des Covers sowie der Farbschnitt sind aufwändig mit dunklen Farben und roten Blütenblättern verziert. Damit wird das Buch eindeutig in den Bereich Dark Academia und Romantasy eingebettet. Der Sticker "Dark Romantasy - unsere Leseempfehlung ab 18 Jahren" des Verlags tut sein Übriges. Daher hatte ich gewisse Erwartungen und Vorstellungen, als ich mit der Lektüre begonnen habe. Und ich muss zugeben, der Einstieg war recht heftig und hat mich überdenken lassen, ob dieser Roman das richtige für mich ist. Doch wer ähnliche Gedanken hat, den kann ich beruhigen: Die ersten paar Seiten sind wirklich das Heftigste, was uns in "The Arcane Arts" erwartet. Darüber hinaus ist es ein Liebesroman mit Fantasy-Elementen, der eine einvernehmliche Beziehung mit Machtgefälle und bestimmten Vorlieben beschreibt, bei dem auch spicy Szenen nicht ausgelassen werden. Diese lassen sich jedoch an einer Hand abzählen und dominieren die Handlung keinesfalls.
Die Story an sich hat mit den verschiedenen Ebenen auf jeden Fall Potential: Einerseits geht es um Ellsbeth und Rawlins, die sich immer näher kommen und sich gegenseitig unwiderstehlich finden. Andererseits geht es um Ellsbeth und ihre verstorbene Schwester Bertie, doch dieser Handlungsstrang steht meist im Hintergrund. Ich muss zugeben, dass mich das Buch, was Aufbau und Spannungskurve angeht, etwas vewirrt zurück gelassen hat. Nach etwa der Hälfte bis zwei Drittel der Seiten hatte ich den Eindruck, dass immer mehr "Fässer" aufgemacht werden, die unmöglich in den wenigen verbleibenden Seiten abgehandelt werden können. Meine Befürchtung war, dass es sich hier um den Auftakt einer Serie handelt, auch wenn das allein aus der Aufmachung des Buches nicht ersichtlich ist. Doch dann die Überraschung: Tatsächlich werden alle Handlungsstränge mehr oder weniger zum Abschluss gebracht, es gibt sogar einen Epilog, der mehrere Jahre in die Zukunft blickt. Eine Fortsetzung wäre also möglich, aber nicht zwingend erforderlich. Der letzte Teil des Romans hat sich daher etwas holprig angefühlt, vor allem in Gegensatz zur ersten Hälfte, die geprägt ist von "Slow Burn" und dem Gefühl, dass wir in der Erzählung auf der Stelle treten. Dieses wird auch dadurch verstärkt, dass die Beziehung von Ellsbeth und Rawlins wirklich alles dominiert, andere Themen (z. B. Ellsbeth Verhältnis zu anderen Studierenden, die gemeinsame Vergangenheit mit ihrer Schwester, etc.) oder Handlungsstränge (z. B. Rawlins vergangene Beziehungen, seine Absichten oder Ziele) werden durchgehend stiefmütterlich behandelt, wodurch eine gewisse Balance in der Erzählung fehlt.
Alles in allem hat mich "The Arcane Arts" jedoch trotzdem gut unterhalten und mir gezeigt, dass das Marketing von Büchern sich oft an Trends anpasst, ungeachtet dessen, wie gut das tatsächlich zum Inhalt jener Bücher passt. Der Verlag wirkt zwar damit, dass das Buch ohne KI erstellt wurde, teilweise habe ich mich jedoch gefragt, ob das so eine gute Idee war. Denn die Übersetzung ins Deutsche ist an mehreren Stellen holprig und unpassend, was meinen Lesefluss unangenehm beeinflusst hat.
Insgesamt würde ich "The Arcane Arts" trotzdem weiterempfehlen an alle, die Lust auf Dark Academia mit etwas Spice haben, und auch keine Berührungsängste mit Themen wie Suizid oder bestimmten Vorlieben haben.