Soghaft mit Nachklang. Gefühlvoll, intensiv, geprägt von einer großen Leidenschaft für die Malerei und das Menschliche.
Die zentrale Frage in der Leseprobe zu „The Artist“ finde ich sehr interessant und berührend: Welche Ereignisse haben dazu geführt, dass Édouard Tartuffe sich aus der Welt zurückgezogen, seine Kunst sich auf so eindrückliche Weise verändert hat?
Ich hatte tatsächlich einen sehr humoristischen Moment, als ich nach halbstündigem Immer-Mal-Wieder-Googeln nach den so ausdrucksstark beschriebenen Bildern des Malers realisiert habe, dass es sich hier doch einmal um eine rein fiktive Figur handelt.
Wie ein HB Männchen habe ich nach allen Regeln der Kunst Suchanfragen gestartet, mich nicht aufgeben wollend grämend, dass das doch wohl nicht sein könne, ob Tartuffes Bilder denn wohl wirklich verbrannt und deshalb nicht zugänglich seien. Herrlich.
Die Beschreibungen entfalten solch einen Sog, dass ich nicht einmal auf die Idee gekommen bin, diese Werke könnten nicht real existieren.
Der Stil des Buches hat etwas Besonderes, Lebendiges.
Der bereits erwähnte Wandel der Motive in den Bildern des Malers - Details würde ich hier als Spoiler empfinden - war für mich sehr bewegend.
Der Kontext der Nachkriegszeit des ersten Weltkrieges mit der Spanischen Grippe berührt und ist interessant in die Geschichte verwoben.
Die Sprache ist gefühlvoll, intensiv und geprägt von einer großen Leidenschaft für die Malerei und das Menschliche. Die Sprache eines Bildes in Worten auszudrücken ist kein leichtes Unterfangen, doch hier gelingt es sehr ansprechend.
In mir entstehen lebendige Bilder, mitnehmende Emotionen und eine fesselnde Spannung auf die Auflösung der Fragen, die gestellt werden.
Es ist ein eher still überzeugendes, aber schönes und besonderes Buch, das seine Wirkung langsam, im Nachhall, entfaltet und von Kontrasten und eindrücklichen Augenblicken des Versinkens im Moment, im Gefühl, in den Sinnen lebt. Es ist eine elektrisierende Mischung aus Seinerzeit und Jetzt; obwohl das Vergangene stets Thema ist, schafft die Autorin es, ein tiefes Gefühl für den ganz und gar erlebten Moment zu schaffen. Das hat mich sehr abgeholt. Elektrisierend deshalb, weil wir diese Entschleunigung und einfachere, schlichtere Lebensarten heute kaum noch leben und es sich hier richtig gut anfühlt. Ich wäre gerne dort, würde mich mit Tartuffe unterhalten, mit Joseph in Bildern versinken und dabei Etties Geschichte entblättern.
„Farben des Lichts“, „Meister des Lichts“ - Begriffe, die Weite und Klarheit spüren lassen; mit einem ausgesprochen schönen, stimmig dazu passenden Cover.
Ich hatte tatsächlich einen sehr humoristischen Moment, als ich nach halbstündigem Immer-Mal-Wieder-Googeln nach den so ausdrucksstark beschriebenen Bildern des Malers realisiert habe, dass es sich hier doch einmal um eine rein fiktive Figur handelt.
Wie ein HB Männchen habe ich nach allen Regeln der Kunst Suchanfragen gestartet, mich nicht aufgeben wollend grämend, dass das doch wohl nicht sein könne, ob Tartuffes Bilder denn wohl wirklich verbrannt und deshalb nicht zugänglich seien. Herrlich.
Die Beschreibungen entfalten solch einen Sog, dass ich nicht einmal auf die Idee gekommen bin, diese Werke könnten nicht real existieren.
Der Stil des Buches hat etwas Besonderes, Lebendiges.
Der bereits erwähnte Wandel der Motive in den Bildern des Malers - Details würde ich hier als Spoiler empfinden - war für mich sehr bewegend.
Der Kontext der Nachkriegszeit des ersten Weltkrieges mit der Spanischen Grippe berührt und ist interessant in die Geschichte verwoben.
Die Sprache ist gefühlvoll, intensiv und geprägt von einer großen Leidenschaft für die Malerei und das Menschliche. Die Sprache eines Bildes in Worten auszudrücken ist kein leichtes Unterfangen, doch hier gelingt es sehr ansprechend.
In mir entstehen lebendige Bilder, mitnehmende Emotionen und eine fesselnde Spannung auf die Auflösung der Fragen, die gestellt werden.
Es ist ein eher still überzeugendes, aber schönes und besonderes Buch, das seine Wirkung langsam, im Nachhall, entfaltet und von Kontrasten und eindrücklichen Augenblicken des Versinkens im Moment, im Gefühl, in den Sinnen lebt. Es ist eine elektrisierende Mischung aus Seinerzeit und Jetzt; obwohl das Vergangene stets Thema ist, schafft die Autorin es, ein tiefes Gefühl für den ganz und gar erlebten Moment zu schaffen. Das hat mich sehr abgeholt. Elektrisierend deshalb, weil wir diese Entschleunigung und einfachere, schlichtere Lebensarten heute kaum noch leben und es sich hier richtig gut anfühlt. Ich wäre gerne dort, würde mich mit Tartuffe unterhalten, mit Joseph in Bildern versinken und dabei Etties Geschichte entblättern.
„Farben des Lichts“, „Meister des Lichts“ - Begriffe, die Weite und Klarheit spüren lassen; mit einem ausgesprochen schönen, stimmig dazu passenden Cover.