Suche nach Wahrheit in der Kunst
Die Leseprobe zu „The Artist – Die Farben des Lichts“ versetzt einen in das London der 50er Jahre. Der Einstieg in der National Gallery ist atmosphärisch beschrieben: Man spürt die ehrfürchtige Stille der Frau vor dem großen, farbgewaltigen Gemälde, während um sie herum das Leben der Stadt vorbeirauscht. Diese Szene erzeugt eine Neugier darauf, welche Verbindung zwischen der Betrachterin und dem Werk besteht.
Besonders fand ich den Wechsel zu Joseph, der versucht, dem Geheimnis des exzentrischen Malers „Tata“ auf die Spur zu kommen. Die Dynamik zwischen dem jungen Schreiber und dem unnahbaren Genie ist sehr gut eingefangen. Man kann Josephs Frustration nachempfinden, wenn er wie ein „Falke über einer unsichtbaren Beute“ kreist, während der Maler ihn mit einsilbigen Antworten abblitzen lässt. Der Fokus auf das Licht und die strengen Regeln im Atelier geben der Geschichte eine fast schon sakrale Note.
Der Schreibstil von Lucy Steeds ist elegant und sehr bildhaft, besonders wenn es um die Beschreibung von Kunst und Farben geht. Sätze wie „lebhafte Farben, dick aufgetragen wie Klebstoff“ machen die Malerei im Kopf des Lesers lebendig. Es scheint in diesem Buch um viel mehr zu gehen als nur um eine Biografie; es ist eine Suche nach der Wahrheit hinter der Kunst und den Opfern, die ein Genie fordert.
Besonders fand ich den Wechsel zu Joseph, der versucht, dem Geheimnis des exzentrischen Malers „Tata“ auf die Spur zu kommen. Die Dynamik zwischen dem jungen Schreiber und dem unnahbaren Genie ist sehr gut eingefangen. Man kann Josephs Frustration nachempfinden, wenn er wie ein „Falke über einer unsichtbaren Beute“ kreist, während der Maler ihn mit einsilbigen Antworten abblitzen lässt. Der Fokus auf das Licht und die strengen Regeln im Atelier geben der Geschichte eine fast schon sakrale Note.
Der Schreibstil von Lucy Steeds ist elegant und sehr bildhaft, besonders wenn es um die Beschreibung von Kunst und Farben geht. Sätze wie „lebhafte Farben, dick aufgetragen wie Klebstoff“ machen die Malerei im Kopf des Lesers lebendig. Es scheint in diesem Buch um viel mehr zu gehen als nur um eine Biografie; es ist eine Suche nach der Wahrheit hinter der Kunst und den Opfern, die ein Genie fordert.