Atmosphärisch dichte Erzählung

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beme65 Avatar

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The Artist ist ein Roman, der sich langsam aufbaut und entwickelt, dann aber seine eigene Dynamik herauskehrt und den Leser tief eintauchen lässt in die Künstlerwelt des Malers Tartuffe, seiner Nichte Ettie und Joseph, der über den exzentrischen Künstler schreiben möchte.
Die Spannung zwischen dem eigenwilligen Maler und den ihn umgebenden Menschen ist greifbar und baut sich im Laufe der Geschichte weiter auf. Die Launen und Attitüden des Künstlers werden toleriert, von denen, die sich in seinem Schatten bewegen.
Der Roman wirkt mit seinen leisen Tönen und seinen bildreichen Erläuterungen wie eine Hommage an die Kulisse, in der sich seine Handlung bewegt.
Die Sprachlosigkeit der handelnden Personen so in Worte zu fassen, dass sie greifbar wird, ist der Autorin gelungen. Dies macht den Reiz dieses Romans aus. Der Titel hätte mir in einer Übersetzung besser gefallen. Das ist jedoch der einzige Makel dieses Romans. Eine ungeingeschränkte Leseempfehlung für künstlerisch interessierte Leser, die genügend Ausdauer mitbringen, sich auf die besondere Atmosphäre einzulassen.