Bildgewaltig
Was für ein wundervolles, bildgewaltiges Buch. Von Anfang an war ich mitten im Geschehen. Die Autorin malt so gekonnt mit ihren Worten, wie ihre Künstlerfigur mit dem Pinsel. Ich konnte alles direkt vor mir sehen und mich mitten drin fühlen.
Die Handlung gestaltet sich um drei Hauptpersonen. Dabei ist die eine toxisch dominant, der berühmte Künstler, Tata. Die zweite verunsichert, entwurzelt, auf der Suche, Joseph. Und die dritte lebt im Schatten, ungesehen, Ettie, Tatas Nichte. Zwischen Tata und Ettie hat sich eine Art Koabhängigkeit entwickelt. Er kann ohne sie nicht leben. Sie versorgt ihn rund um die Uhr mit allem, was er braucht seit sie ein Kind war. Sie kann ihn nicht verlassen, weil sie die Welt außerhalb ihrer Einsiedelei kaum kennt. Joseph platzt in dieses Leben hinein, fügt sich ein, und stört damit etwas auf. Der Ort der Handlung wird Zuflucht und Zuhause für Joseph, der auflebt und langsam innerlich gesundet.
Alles, was passiert, bewegt sich um die Kunst herum. Auch wenn es gar nicht hauptsächlich nur darum geht, sondern sie Mittel zum Zweck ist. So lenkt zum Beispiel die Beschreibung von Essensresten, die direkt während des Essens für die Malerei requiriert werden, den Blick nicht auf das Schöne sondern auf das Besondere und den Verfall, der sinnbildlich ebenso für den Verfall an anderen Stellen der Gesellschaft stehen kann.
Schritt für Schritt werden Einzelheiten aus der Vergangenheit der einzelnen Personen enthüllt. Das wirkt zum Teil sehr vorsichtig aber auch sehr intim. Joseph und Ettie scheinen dabei füreinander gleichzeitig anziehend und unnahbar und bewegen sich doch mehr und mehr aufeinander zu. In dieser fragilen Beziehung findet sich verbotene Sehnsucht neben Aufbruchsstimmung und heimlichem Aufbegehren, das mehr und mehr anwächst.
Sehr eindringlich und aufwühlend fließt durch geschickt eingearbeiteten Episoden aus der Vergangenheit auch die volle Brutalität des Krieges mit seinen schrecklichen Konsequenzen für die unfreiwilligen Opfer nahtlos in die Handlung mit ein.
Ettie wird für mich zum stärksten Charakter in der ganzen Geschichte. Trotz aller Schrecklichkeit ihres Lebens nutzt sie die kleinsten Gelegenheiten auszubrechen, sich selbst zu beweisen, was sie kann, stellt sich ihrer Vergangenheit und ihren Gefühlen, sucht und findet sich selbst und ihre verschüttete Kreativität wieder und schafft es so am Ende, ihre Fesseln abzustreifen.
Dieses Buch gibt viel Hoffnung, dass trotz widrigster Umstände, viel Leid und toxischer Personen auch liebevolle Wegbegleiter und Liebe einen Weg in jedes Leben finden können, wenn man es nur zulässt und den Mut findet, sich darauf und auf sich selbst einzulassen.
Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem ans Herz legen. Lest es. Es ist fesselnd und macht nachdenklich, es wirft Fragen auf und holt viele Emotionen an die Oberfläche. Weder zu leicht noch zu schwer. Einfach genau richtig.
Die Handlung gestaltet sich um drei Hauptpersonen. Dabei ist die eine toxisch dominant, der berühmte Künstler, Tata. Die zweite verunsichert, entwurzelt, auf der Suche, Joseph. Und die dritte lebt im Schatten, ungesehen, Ettie, Tatas Nichte. Zwischen Tata und Ettie hat sich eine Art Koabhängigkeit entwickelt. Er kann ohne sie nicht leben. Sie versorgt ihn rund um die Uhr mit allem, was er braucht seit sie ein Kind war. Sie kann ihn nicht verlassen, weil sie die Welt außerhalb ihrer Einsiedelei kaum kennt. Joseph platzt in dieses Leben hinein, fügt sich ein, und stört damit etwas auf. Der Ort der Handlung wird Zuflucht und Zuhause für Joseph, der auflebt und langsam innerlich gesundet.
Alles, was passiert, bewegt sich um die Kunst herum. Auch wenn es gar nicht hauptsächlich nur darum geht, sondern sie Mittel zum Zweck ist. So lenkt zum Beispiel die Beschreibung von Essensresten, die direkt während des Essens für die Malerei requiriert werden, den Blick nicht auf das Schöne sondern auf das Besondere und den Verfall, der sinnbildlich ebenso für den Verfall an anderen Stellen der Gesellschaft stehen kann.
Schritt für Schritt werden Einzelheiten aus der Vergangenheit der einzelnen Personen enthüllt. Das wirkt zum Teil sehr vorsichtig aber auch sehr intim. Joseph und Ettie scheinen dabei füreinander gleichzeitig anziehend und unnahbar und bewegen sich doch mehr und mehr aufeinander zu. In dieser fragilen Beziehung findet sich verbotene Sehnsucht neben Aufbruchsstimmung und heimlichem Aufbegehren, das mehr und mehr anwächst.
Sehr eindringlich und aufwühlend fließt durch geschickt eingearbeiteten Episoden aus der Vergangenheit auch die volle Brutalität des Krieges mit seinen schrecklichen Konsequenzen für die unfreiwilligen Opfer nahtlos in die Handlung mit ein.
Ettie wird für mich zum stärksten Charakter in der ganzen Geschichte. Trotz aller Schrecklichkeit ihres Lebens nutzt sie die kleinsten Gelegenheiten auszubrechen, sich selbst zu beweisen, was sie kann, stellt sich ihrer Vergangenheit und ihren Gefühlen, sucht und findet sich selbst und ihre verschüttete Kreativität wieder und schafft es so am Ende, ihre Fesseln abzustreifen.
Dieses Buch gibt viel Hoffnung, dass trotz widrigster Umstände, viel Leid und toxischer Personen auch liebevolle Wegbegleiter und Liebe einen Weg in jedes Leben finden können, wenn man es nur zulässt und den Mut findet, sich darauf und auf sich selbst einzulassen.
Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem ans Herz legen. Lest es. Es ist fesselnd und macht nachdenklich, es wirft Fragen auf und holt viele Emotionen an die Oberfläche. Weder zu leicht noch zu schwer. Einfach genau richtig.