Das Geheimnis hinter dem Meister des LIchts

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geli73 Avatar

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Das Buch fällt durch sein wunderschönes Cover auf. Es ist wie ein Gemälde gestaltet und auch der türkisfarbene Hintergrund, auf dem dann der Buchtitel steht, sieht aus wie gemalt. Es ist auf jeden Fall ein Hingucker.


Wir haben das Buch im Lesekreis gelesen, ansonsten hätte ich wohl nicht dazu gegriffen, denn eigentlich hätte mich der Klappentext nicht angezogen, Es geht um den legendären Maler Edouard Tartuffe, seine Nichte Ettie und den jungen Journalisten Joseph Adelaide, der den Maler in seinem Haus in der Provence interviewen darf.


Es ist die Rede von einem Geheimnis, das jahrelang bewahrt wurde und nun ans Licht kommt.


Der Prolog, der in London 1957 spielt, ist aus Sicht einer Frau geschrieben, die in der National Gallery vor einem Gemälde des Malers Edouard Tartuffe steht. "Das Festmahl", eine opulente Szene eines Tisches voller Speisen, die teilweise schon verfaulen. Und die Frau erinnert sich daran, dass dieses Bild in Flammen aufgegangen ist, in einem Feuer, dass sie selbst gelegt hat.


Das weckt schon Neugier: Wer ist die Frau und warum soll das Bild verbrannt sein, wenn es nun doch in der National Gallery in London hängt?


In drei Abschnitten erfahren wir nun die Geschichte, die dahinter steckt, abwechselnd geschildert aus Sicht von Joseph, dem Journalisten und Ettie, der Nichte des Malers Edouard Tartuffe.


Ich hatte ein wenig Mühe, an der Geschichte dran zu bleiben, denn in aller Ausführlichkeit wird vom Maler erzählt, wie Joseph im Modell sitzt für sein Bild "junge mit Orange", wie er versucht, Tartuffe zu interviewen, aber nur Jähzorn und Drohungen empfängt. Ettie bleibt im Hintergrund, ist der gute Geist, der dem Maler erst seinen Beruf ermöglicht, besorgt ihm das Essen für seine Motive, räumt, putzt und kümmert sich.


Doch ab dem zweiten Abschnitt wird die Geschichte interessanter. Ettie bekommt ein Gesicht und wir erfahren die Hintergründe über das abgeschiedene Leben am Rande eines kleinen Dorfes. Joseph und Ettie beginnen, sich füreinander zu interessieren, allerdings darf Tartuffe nichts davon erfahren, denn er möchte nicht, dass sich die Geschichte von Etties Mutter wiederholt, die für ihn eine Hure war, was sie mit ihrem Leben bezahlt hat.


Am Ende habe ich das Buch schon zufrieden zugeklappt, denn einige Wendungen haben das Lesen spannender gemacht, als es zu Beginn den Anschein hatte.


Doch alles in allem hatte das Buch für mich Längen. Die Malerei hat mich wenig interessiert und allein Etties Geschichte konnte mich fesseln.