Die Magie der Farben

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laternenschein Avatar

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«The Artist, Die Farben des Lichts» von Lucy Steeds kommt mit einem wundervollen, farbenfrohen Cover daher, das wie gemalt wirkt und einen direkt in die Provence entführt, wo der Roman auch spielt. Denn Joseph Adelaide hat die einmalige Chance erhalten, nach Frankreich zu reisen, um den legendären Edouard Tartuffe zu besuchen, dessen Gemälde die Kunstszene regelmässig in Ektase versetzen.

Lucy Steeds schafft es mit einer feinen Sprache, die Nuancen der Figuren, des Ortes und der Handlung zu zeichnen. Die drei Hauptcharaktere Joseph Adelaide, Edouard Tartuffe sowie dessen Nichte Sylvette Tartuffe, werden mit sämtlichen Ecken und Kanten dargestellt, und es fällt einem leicht, sie vor dem inneren Auge zum Leben zu erwecken. Dabei schreckt die Autorin auch nicht davor zurück, die dunklen Seiten der drei aufzuzeigen. Gerade dieser Aspekt macht die Charaktere für mich besonders attraktiv.

Was mich besonders gefreut hat: Man lernt nebenbei auch etwas über Kunst und darüber, wie Licht und Schatten ein Gemälde beeinflussen können. Auch wenn die Handlung für mich die meiste Zeit kohärent und schlüssig war, zog sich das Buch stellenweise etwas hin, und ich hätte mir ein etwas höheres Tempo gewünscht. Leider hat mich auch der Schluss etwas enttäuscht, da man nur von einer Person wirklich erfährt, was mit ihr passiert und wie ihre Zukunft aussieht. Bei den anderen beiden gibt es lediglich Andeutungen, oder man wird als Leser im Dunkeln gelassen.

Zudem empfehle ich, die Anmerkungen der Autorin vor Lesebeginn zu lesen. So kann man von Anfang an besser einschätzen, wo Fiktion und Realität miteinander verschwimmen. Gerade auch, weil die eine oder andere historische Person erwähnt wird.

Im Grossen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen. Es ist eine schöne, leichte Lektüre für zwischendurch, die ich sehr geschätzt habe, auch wenn sie stellenweise etwas langatmig ist.