Eindrucksvolles Debüt über die Kraft der Kunst
Auf einem abgelegenen Bauernhof in der Provence treffen 1920 drei Menschen aufeinander. Der junge englische Kulturjournalist, Joseph, ist auf der Suche nach dem berühmten Maler Éduard Tartuffe. Er begegnet einem alten, eigensinnigen, skurrilen und menschenfeindlichen Mann, der mit seiner jungen Nichte, Ettie, zusammen wohnt. Die Autorin, Lucy Steeds, erzählt eine Geschichte von Verrat, Abhängigkeiten, Verlust und der Leidenschaft zur Kunst. Schicht für Schicht enthüllt sie die Geheimnisse um die Werke und ihre Schöpfer. Gelungen und poetisch ihre Beschreibungen der Malerei, der Landschaft und des Lichtes. Thematisiert werden auch die verheerenden Tragödien des Ersten Weltkrieges sowie seine Folgen mit all den Traumata, den zerbrochenen Persönlichkeiten. Einige Passagen sind jedoch leider etwas klischeehaft und zuweilen auch kitschig. Dennoch ein spannender Debütroman um die Kraft der Frauen in der Kunst, in dem reale Berühmtheiten der Kunstgeschichte auf fiktionale Personen treffen. Das Licht der Landschaft und deren Umsetzung in die Malerei ist immer wieder ein zentrales Thema des Romans und findet sich auf dem schön gestalteten Cover wieder.