Langatmig
Das wunderschöne Cover und die Idee, eine Künstlerstory im südlichen Frankreich zu erzählen, war für mich vielversprechend. Allerdings hat es an der Umsetzung ordentlich gehapert. Der naive Journalist, die unterdrückte Nichte und der tyrannische Künstlerheld - all das wirkte fast zu aufgesetzt, als dass man es sich vorstellen konnte. Die Autorin beschreibt malerisch die Landschaft des einsamen Gutshauses sowie das Essen, was dort zubereitet oder vom großen Künstler auch immer wieder als Inspiration verwendet wird. Eine sich schleppende Geschichte, wobei die Vergangenheit entschlüsselt wird und natürlich die Gender Perspektive eine große Rolle spielt. Der große Plot Twist war aber sehr erwartbar, wobei auch der Prolog schon enormes foreshadowing betrieben hat und ich nicht ganz weiß, warum diese Tatsache nicht länger geheim gehalten wurde. Alles in allem ein sich langsam aufbauender Roman mit vielen Landschaftsbeschreibungen und leider nicht genug Konversationen zwischen den Protagonisten, in denen wirklich was Relevantes gesagt wird.