Malerportrait, oder?
Stolz ist Joseph, der junge Journalist, dass er eingeladen wurde von dem berühmten Maler Édouard Tartuffe. Auch wenn die Einladung nur aus einem einzigen Wort besteht: Venez. Er überzeugt seine Zeitung, ihm die Reise zu bezahlen, er unternimmt die lange Fahrt, nur um, dort angekommen, sehr ernüchtert festzustellen, dass der Künstler gar nichts von seinem Kommen zu wissen scheint, und auch gar nicht gewillt ist, ein Interview zu gewähren. Allerdings findet er den jungen Journalisten interessant genug, um ihm einen „Handel“ anzubieten: Joseph sitzt ihm Modell, und darf im Gegenzug mit ihm reden, ihm zuschauen …
Und dann gibt es ja noch die junge Frau, Sylvette, die Nichte des berühmten Malers, die scheinbar stoisch alle seine Grobheiten, seine Launen, alle Aufgaben erträgt und alles Notwendige gewissenhaft erledigt. Man fragt sich, warum sie sich so unterordnet, warum ihr Onkel so grob, ja grausam zu ihr ist. Plötzlich passiert etwas, oder nein, eigentlich gibt es nur eine Art Verschiebung – und alles, also jedenfalls vieles, ändert sich für die Augen des überraschten Lesers. Ich will nicht spoilern, sondern nur Interesse wecken! Jedenfalls ist die Stimmung – abgesehen von den sehr fröhlichen, sehr detaillierten Landschaftsbeschreibungen (und denen der Mahlzeiten!) – nicht mehr bedrückend, sondern fast schon freundlich, beglückend.
Etwas weniger Länge hätte dem Roman dennoch nicht schlecht getan. Aber die Landschaftsbeschreibungen wecken sofort Reiselust: auf in die Provence! Wenn das kein Grund ist, dieses Buch zu lesen …
Und dann gibt es ja noch die junge Frau, Sylvette, die Nichte des berühmten Malers, die scheinbar stoisch alle seine Grobheiten, seine Launen, alle Aufgaben erträgt und alles Notwendige gewissenhaft erledigt. Man fragt sich, warum sie sich so unterordnet, warum ihr Onkel so grob, ja grausam zu ihr ist. Plötzlich passiert etwas, oder nein, eigentlich gibt es nur eine Art Verschiebung – und alles, also jedenfalls vieles, ändert sich für die Augen des überraschten Lesers. Ich will nicht spoilern, sondern nur Interesse wecken! Jedenfalls ist die Stimmung – abgesehen von den sehr fröhlichen, sehr detaillierten Landschaftsbeschreibungen (und denen der Mahlzeiten!) – nicht mehr bedrückend, sondern fast schon freundlich, beglückend.
Etwas weniger Länge hätte dem Roman dennoch nicht schlecht getan. Aber die Landschaftsbeschreibungen wecken sofort Reiselust: auf in die Provence! Wenn das kein Grund ist, dieses Buch zu lesen …