Selbstermächtigung und Kunst
Der berühmte Maler Édouard Tartuffe, "der Meister des Lichts", lebt zurückgezogen mit seiner Nichte Ettie in einem alten Steinhaus in der Provence. Paul Cézanne war sein Mentor in Paris, doch Tartuffe hat sich mit ihm überworfen und ist aufs Land gezogen. Alle Anfragen nach Interviews lehnt er kategorisch ab. Auch sein Anwesen verlässt er seit Jahren nicht mehr. Plötzlich steht der junge englische Journalist Joseph Adelaide auf der Terrasse. Warum hat ihn Tartuffe (Tata) eingeladen und warum kann er sich nicht mehr daran erinnern? Joseph darf bleiben, solange er Tata Modell sitzt für sein Bild "Junger Mann mit Orange". Der alte Mann erweist sich als knurrig, cholerisch und kontrollsüchtig. Ein echter Tyrann. Fragen beantwortet er nicht, Josephs Artikel interessiert ihn nicht. Ettie hält das Anwesen in Schuss, putzt, kocht, bereitet Tatas Leinwände vor, säubert die Pinsel, kauft ein. Ansonsten ist sie still, beobachtet, huscht wie ein Schatten durch das Gebäude, immer darauf bedacht, Tata nicht zu verärgern. Und dennoch möchte sie gesehen werden.
Meinung: Die Autorin Lucy Steeds lässt die Provence aufleben, all die Farben, die Gerüche, die Sommerhitze und das Licht. Und sie lässt Tatas Gemälde lebendig werden. Die saftigen Pfirsiche, die schrumpeligen Zitronen, die glitschigen Austern, die Tata ins rechte Licht rückt. Auch den Farbauftrag beschreibt sie so plastisch, dass man förmlich meint, dabei zu sein. Außerdem spinnt sie eine spannende Geschichte um Tata, Joseph und Ettie, deren Ende nicht vorhersehbar ist. Es geht um Kontrollsucht, Selbstermächtigung, Talent, Frauenrechte, große Kunst und um die Liebe.
Lest dieses sommerliche Buch, wenn ihr einen sinnlichen und poetischen Kunstroman sucht.
Meinung: Die Autorin Lucy Steeds lässt die Provence aufleben, all die Farben, die Gerüche, die Sommerhitze und das Licht. Und sie lässt Tatas Gemälde lebendig werden. Die saftigen Pfirsiche, die schrumpeligen Zitronen, die glitschigen Austern, die Tata ins rechte Licht rückt. Auch den Farbauftrag beschreibt sie so plastisch, dass man förmlich meint, dabei zu sein. Außerdem spinnt sie eine spannende Geschichte um Tata, Joseph und Ettie, deren Ende nicht vorhersehbar ist. Es geht um Kontrollsucht, Selbstermächtigung, Talent, Frauenrechte, große Kunst und um die Liebe.
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