Tolle Sprache, dennoch nicht mein Buch

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mimicha Avatar

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Der Anfang gefällt mir gut, der melodische, detailreiche und bildhafte Schreibstil lässt das Haus im französischen Hinterland mit seinen Bewohnern und Joseph als Besucher vor meinem inneren Auge entstehen. Leider verliert mich das Werk in der Mitte etwas und mir erscheint es stellenweise etwas langatmig und auch wiederholend. Die Figuren kommen mir nicht richtig näher und ich entwickle keine Empathie oder auch nur Verständnis für sie. Tata ist ein eigenbrötlerischer, griesgrämiger Künstler, der sich nur um sich selbst dreht. Ettie, die von ihm unterdrückte Nichte, die gelernt hat nicht aufzufallen. Und Joseph ein unsicherer, naiver Bewunderer von Tata der gerne Journalist wäre oder doch eher Künstler. Der Verlauf der Geschichte ist für mich durchaus vorhersehbar, denn schon früh werden Andeutungen gemacht. Dies nehme ich als künstlerischen Ausdruck wahr, auch wenn es für mich nicht richtig funktioniert. Denn ich denke öfters: jetzt lass die Geschichte voranschreiten. Gegen Ende fängt mich die Geschichte wieder ein und vor allem die wirklich gute Art zu schreiben versöhnt mich mit dem Werk. Mein Fazit: Eine wirklich gute Sprache, welche eine Freude zum Lesen ist, auch wenn die Geschichte nicht ganz meinen Geschmack trifft.