Viele Geheimnisse
Das vorangestellte Zitat von John Berger sagt so viel aus über das, was wir in dieser Geschichte lesen werden:
„Wir sehen nur das, was wir wirklich betrachten.
Ob wir etwas sehen wollen, liegt an uns.“
Tief tauchen wir ein in das, was die Malerei mit sich bringt: Farben, Malweisen, Schönheit.
Diese Erzählung beginnt mit einem sehr geheimnisvollen Anfang im Jahr 1957, der uns gleich mit einem Rätsel konfrontiert. Wer ist diese Frau in der Ausstellung in London, die vor dem berühmten Gemälde „Das Festmahl“ von Édouard Tartuffe steht. Was hat sie erlebt und getan mit den Bildern dieses Malers? Ihre Geschichte werden wir erfahren und die ihres Onkels, des Malers sowie von Joseph Adelaide.
Im Jahr 1920 fährt der Journalist Joseph aus England nach Frankreich um den Maler Édouard Tartuffe zu aufzusuchen. Sein Auftrag lautet, über den berühmten Maler regelmäßig für eine Literaturzeitschrift zu berichten - namens „Inkling“. Doch nicht nur ihn trifft er an, sondern auch seine Nichte Ettie. Die Charaktere von Tartuffe und Ettie kann man sich gleich bildlich vorstellen und auch den Engländer Joseph. Was Joseph bei seiner Ankunft erlebt ist sehr ungewöhnlich. Zum Glück gibt es Ettie. Im Verlauf des Geschehens erfahren wir alles über Etties Schicksal sowie über das von Joseph und seinen Bruder Rupert, einem Kriegsheimkehrer aus dem Großen Krieg, „The Great War“. Joseph bringt in seinem Reisegepäck Homers „Odyssee“ mit sich. In der Folge des Geschehens lesen wir einige Referenzen zu dieser berühmten Literatur der Weltgeschichte, die sich in den Ereignissen dieser Erzählung widerspiegeln.
Diese Geschichte ist einfach überwältigend in allem. Die Sprache ist malerisch, einnehmend und man fühlt sich gleich abgeholt. Ich möchte sie als synästhetisch beschreiben. Denn durch die Erzählweise wird diese besondere Form der Sinneswahrnehmung erzeugt. Ein Empfinden stellt sich ein, als ob man einem Film beiwohnt, dessen intensive Bilder an einem vorüberziehen und uns von Anbeginn mitnehmen. Wir lesen von Sonne, von Staub, von Früchten und Bäumen, von dahinziehenden Flüssen. Alles vor dem Hintergrund der Provence. Die Malweise Tartuffes ist pastös – man kann die Farben fühlen – dieses Impasto beeindruckt die Betrachter der Bilder, es verführt zum Fühlen und nicht nur Anschauen. Einen Eindruck dieser Malweise bekommt man schon vom Umschlagmotiv, beeindruckend gestaltet von Susan Ogilvie. Schon immer hat der dtv Verlag mit seinen einzigartigen Einbandgestaltungen beeindruckt.
„Wir sehen nur das, was wir wirklich betrachten.
Ob wir etwas sehen wollen, liegt an uns.“
Tief tauchen wir ein in das, was die Malerei mit sich bringt: Farben, Malweisen, Schönheit.
Diese Erzählung beginnt mit einem sehr geheimnisvollen Anfang im Jahr 1957, der uns gleich mit einem Rätsel konfrontiert. Wer ist diese Frau in der Ausstellung in London, die vor dem berühmten Gemälde „Das Festmahl“ von Édouard Tartuffe steht. Was hat sie erlebt und getan mit den Bildern dieses Malers? Ihre Geschichte werden wir erfahren und die ihres Onkels, des Malers sowie von Joseph Adelaide.
Im Jahr 1920 fährt der Journalist Joseph aus England nach Frankreich um den Maler Édouard Tartuffe zu aufzusuchen. Sein Auftrag lautet, über den berühmten Maler regelmäßig für eine Literaturzeitschrift zu berichten - namens „Inkling“. Doch nicht nur ihn trifft er an, sondern auch seine Nichte Ettie. Die Charaktere von Tartuffe und Ettie kann man sich gleich bildlich vorstellen und auch den Engländer Joseph. Was Joseph bei seiner Ankunft erlebt ist sehr ungewöhnlich. Zum Glück gibt es Ettie. Im Verlauf des Geschehens erfahren wir alles über Etties Schicksal sowie über das von Joseph und seinen Bruder Rupert, einem Kriegsheimkehrer aus dem Großen Krieg, „The Great War“. Joseph bringt in seinem Reisegepäck Homers „Odyssee“ mit sich. In der Folge des Geschehens lesen wir einige Referenzen zu dieser berühmten Literatur der Weltgeschichte, die sich in den Ereignissen dieser Erzählung widerspiegeln.
Diese Geschichte ist einfach überwältigend in allem. Die Sprache ist malerisch, einnehmend und man fühlt sich gleich abgeholt. Ich möchte sie als synästhetisch beschreiben. Denn durch die Erzählweise wird diese besondere Form der Sinneswahrnehmung erzeugt. Ein Empfinden stellt sich ein, als ob man einem Film beiwohnt, dessen intensive Bilder an einem vorüberziehen und uns von Anbeginn mitnehmen. Wir lesen von Sonne, von Staub, von Früchten und Bäumen, von dahinziehenden Flüssen. Alles vor dem Hintergrund der Provence. Die Malweise Tartuffes ist pastös – man kann die Farben fühlen – dieses Impasto beeindruckt die Betrachter der Bilder, es verführt zum Fühlen und nicht nur Anschauen. Einen Eindruck dieser Malweise bekommt man schon vom Umschlagmotiv, beeindruckend gestaltet von Susan Ogilvie. Schon immer hat der dtv Verlag mit seinen einzigartigen Einbandgestaltungen beeindruckt.