Vollmundige Sprache, üppige Farben und ein lichtspielendes Cover
Joseph, der als Journalist zu dem berühmten Maler Edouard Tartuffe in die Provence reist, um über ihn einen exklusiven Artikel schreiben zu wollen, und der die einmalige Gelegenheit hatte, von Tartuffe eingeladen zu werden, wenn auch nur mit einem Wort... wird im Hause Tartuffe vor Rätsel und Verschlossenheit gestellt.
Neben Tartuffe, der sich selbst Tata nennt, lebt dort noch seine Nichte Ettie, die still und unbemerkt wie ein Geist immer dort zur Stelle ist, wo sie gebraucht wird und sich um alle Belange Tartuffes kümmert noch ehe er sie selbst weiß...
Die Autorin Lucy Steeds räumt diesen beiden Charakteren den Raum in wechselnden eigenen Kapiteln ein, die sie ausmachen: Joseph, der sich mit dem wortkargen, in sich gekehrten, spartanisch lebenden und zu, teils brutalen, Wutausbrüchen neigenden Tata auseinandersetzen muss, bekommt lange Kapitel, in denen man auch Tartuffe versucht kennenzulernen... Und Ettie, ihrem "Geist" entsprechend kurze Kapitel, die zunächst still und leise erscheinen sich aber nach und nach entfalten. Ettie umgibt eine rätselhafte Aura, die es Joseph angetan hat.
Der Titel -The Artist, die Farben des Lichts- erzeugt in seinem Cover genau das! Nämlich Licht durch ein intensiv leuchtendes Farbspiel. Ich musste das Cover immer wieder anschauen und genoss während des Lesens die ausdrucksstarke Farbgebung. So wie die Farben ist auch die Beschreibung einzelner Szenen bildhaft und so lebendig geschrieben, dass man den Duft der Orange in Josephs Hand riecht, die wärmende Sonne durch das lichtdurchflutete Atelier des Künstlers spürt, die Leuchtkraft der Farben auf der Palette sieht, also alle Sinne angesprochen werden.
Tartuffe erklärt sich durch Ettie und Joseph. Die zunächst seltsame Konstellation entwickelt sich zu Beziehungen untereinander die durch das Zusammenleben entstehen, aber immer noch eine klare Rangfolge zeigen.
Veränderungen beginnen mit einigen Besuchern, die die zurückgezogene Lebensart mit einem anderen Tenor betupfen.
Ettie's Geheimnis und die spätere Befreiung sind ein fulminanter Schlag!
Der Roman hat etwas Ver- und Zerstörendes, etwas Abartiges und etwas Verführerisches.
Die Entwicklungen sind bunt mit krassen Sprenkeln...
Die Leser geraten in einen Sog, immer wieder in die Geschichte einkehren zu wollen, mit dem Gefühl, das Atelier zu betreten, den Hauch Terpentin und Farbe in der Luft wahrzunehmen und die flirrende Hitze der sommerlichen Provence zu spüren.
Alles in allem: gut gemacht!
Neben Tartuffe, der sich selbst Tata nennt, lebt dort noch seine Nichte Ettie, die still und unbemerkt wie ein Geist immer dort zur Stelle ist, wo sie gebraucht wird und sich um alle Belange Tartuffes kümmert noch ehe er sie selbst weiß...
Die Autorin Lucy Steeds räumt diesen beiden Charakteren den Raum in wechselnden eigenen Kapiteln ein, die sie ausmachen: Joseph, der sich mit dem wortkargen, in sich gekehrten, spartanisch lebenden und zu, teils brutalen, Wutausbrüchen neigenden Tata auseinandersetzen muss, bekommt lange Kapitel, in denen man auch Tartuffe versucht kennenzulernen... Und Ettie, ihrem "Geist" entsprechend kurze Kapitel, die zunächst still und leise erscheinen sich aber nach und nach entfalten. Ettie umgibt eine rätselhafte Aura, die es Joseph angetan hat.
Der Titel -The Artist, die Farben des Lichts- erzeugt in seinem Cover genau das! Nämlich Licht durch ein intensiv leuchtendes Farbspiel. Ich musste das Cover immer wieder anschauen und genoss während des Lesens die ausdrucksstarke Farbgebung. So wie die Farben ist auch die Beschreibung einzelner Szenen bildhaft und so lebendig geschrieben, dass man den Duft der Orange in Josephs Hand riecht, die wärmende Sonne durch das lichtdurchflutete Atelier des Künstlers spürt, die Leuchtkraft der Farben auf der Palette sieht, also alle Sinne angesprochen werden.
Tartuffe erklärt sich durch Ettie und Joseph. Die zunächst seltsame Konstellation entwickelt sich zu Beziehungen untereinander die durch das Zusammenleben entstehen, aber immer noch eine klare Rangfolge zeigen.
Veränderungen beginnen mit einigen Besuchern, die die zurückgezogene Lebensart mit einem anderen Tenor betupfen.
Ettie's Geheimnis und die spätere Befreiung sind ein fulminanter Schlag!
Der Roman hat etwas Ver- und Zerstörendes, etwas Abartiges und etwas Verführerisches.
Die Entwicklungen sind bunt mit krassen Sprenkeln...
Die Leser geraten in einen Sog, immer wieder in die Geschichte einkehren zu wollen, mit dem Gefühl, das Atelier zu betreten, den Hauch Terpentin und Farbe in der Luft wahrzunehmen und die flirrende Hitze der sommerlichen Provence zu spüren.
Alles in allem: gut gemacht!