Wenn Sprache Bilder malt

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biene101 Avatar

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The Artist spielt in der Provence im Jahr 1920. Drei Personen stehen im Mittelpunkt der Geschichte.
Tartuffe (Tata), ein exzentrisches Genie, seine Nichte Ettie und der Journalist Joseph.
Von Beginn an beeindruckt die bildhafte Sprache. Sie kreiert eine Atmosphäre, in der alles lebendig wirkt. Personen, Landschaft, sogar Gemälde. Man kann die Landschaft der Provence riechen, die Hitze des Sommers spüren.
Die Charaktere sind speziell. Tata steht für das tyrannische Genie, also eigentlich das typische Klischee. Ettie, eine junge Frau mit eigenen künstlerischen Begabungen und dem Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung. Joseph versucht, sich von dem bestimmenden Vater zu befreien und seinen Weg zu finden. Da es nur drei wichtige Charaktere gibt, können diese sich aber gut entwickeln.
Die offenen Fragen zur Vergangenheit von Tartuffe und Ettie, die eingeschränkten Möglichkeiten, als Frau den eigenen Weg zu gehen, und die Folgen des Krieges werden geschickt eingebunden.
Das Ende war mir etwas zu überhastet. Verglichen mit den vorherigen Abschnitten, in denen sehr ausführlich, teilweise wiederholend erzählt wurde, bleiben hier einige Fragen offen.
Insgesamt ein tolles Buch, mit komplexen Charakteren, das durch die Sprache und die kreierte Atmosphäre getragen wird