Drei tödliche Tage

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chacha Avatar

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Ruby und Wrens Aufgabe klang so einfach. Sie sollten einfach nur einen Abend lang die Töchter von Mrs. Blackgate spielen und mit ihr an einem Dinner teilnehmen. Und dafür eine riesige Summe Geld kassieren. Doch jetzt sind die beiden in einem Herrenhaus eingesperrt, der Geist eines Mordopfers hat einen magischen Wettkampf ausgerufen und alle anderen Gäste sind Hexen. Jetzt haben sie drei Tage, um eine Reihe tödlicher Rätsel zu lösen. Dabei müssen sie auch noch ihr fehlendes magisches Talent verbergen und überleben. Und dann ist da noch Auden, der Elementarmagier, der sie nicht aus den Augen lässt.

Das Buch startet sehr schwach. Uns werden extrem viele Figuren vorgestellt, was teilweise wirklich verwirrend ist. Zudem zieht sich die Handlung in der ersten Hälfte des Buches ungemein. Auch der komplizierte verschachtelte Schreibstil hilft dabei nicht gerade weiter. Im zweiten Teil wirken sowohl Schreibstil als auch Handlung wie ausgewechselt. Plötzlich wird es total spannend und man kann kaum mehr aufhören zu lesen. Die eigentliche Idee ist auch sehr geil, denn die Charaktere haben kaum die Möglichkeit sich gegenseitig auszuweichen, woraus Gespräche entstehen, die es sonst nie gegeben hätte. Im Laufe des Buches kommen auch sehr viele Geheimnisse ans Licht und Lügen werden aufgedeckt, die das Handeln einiger Charaktere und noch so einige andere Ungereimtheiten erklären. Generell war mir der Schreibstil aber etwas zu detailliert. Das Magiesystem wurde allerdings genau richtig erklärt. Ich habe alles verstanden und wusste über alles wichtige Bescheid, wurde aber nicht von ausschweifenden Erklärungen gelangweilt. Was mir zudem noch sehr gut gefallen hat, war die Tension zwischen ein paar Charakteren. Bei manchen war die Tension sehr klar, bei anderen wurde sie nur angedeutet, sodass ich Theorien hatte, die auch am Ende des Buches nicht alle aufgeklärt wurden. Ebenso finde ich es gut, dass man selber mitraten kann, wer wohl der Mörder gewesen ist. Die Handlungen der Personen, sowohl böse als auch gute, haben auch alle einen verständlichen Hintergrund. Die Taten sind also nicht einfach aus der Luft gegriffen. Das Buch startet zwar langsam und langweilig, wird aber von Seite zu Seite spannender. Im Endeffekt lohnt es sich wirklich dranzubleiben.