Mord im Hexen-Landgut

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sarahwho Avatar

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Der Beginn der Geschichte und die Idee hat mir gut gefallen. Spielt für ein paar Stunden einfach meine Enkelinnen bei einem exklusiven Dinner, macht ein bisschen Smalltalk, lernt das Leben der Reichen und Schönen kennen und geht mit einem Haufen Geld zurück nach Hause. Klingt doch einfach oder? Leider hat Granny vergessen zu erwähnen, dass es sich um Hexen handelt und direkt zu Beginn des Dinners ein Mord geplant ist.

Trotz des spannenden Einstiegs empfand ich den Mittelteil eher als schleppend. Besonders viele Möglichkeiten wer der Mörder sein könnte gab es ohnehin nicht und zwischen dem Miträtseln wurde das Magiesystem erläutert. Die wechselnden Perspektiven zwischen Ruby und Auden, also den Sichtweisen eines Menschen und der eines Hexers, haben mir gut gefallen. Auch die Beziehung zwischen den Schwestern ist gut ausgearbeitet. Dafür blieben einige Nebencharaktere eher blass. Der Erzählstil, insbesondere zum Ende hin, hat die Leseerfahrung für mich abgeschwächt. Hier fühlte ich mich eher außen vor, als würde ich die Handlung zwar geschildert bekommen, aber überhaupt nicht miterleben. Auch die Auflösung an sich war wenig spektakulär.

Insgesamt ein Buch für Fans von YA-Mystery, das man lesen kann, aber auch nicht unbedingt muss.