Viele Streitereien zwischen den Charakteren

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athene1989 Avatar

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„The Blackgate Invitation“ von Sarah Henning klang für mich echt spannend und ich habe noch nie etwas gelesen, wo die Charaktere eingesperrt waren, daher war ich sehr neugierig. Außerdem hatte mich die Leseprobe überzeugen können und hatte mich verlockt, direkt weiterlesen zu wollen.
Die Geschwister Ruby und Wren werden von der der exzentrischen Mrs Blackgate dafür bezahlt, deren Enkeltöchter zu spielen. Doch als die Matriarchin des Hegemony Clans stirbt, werden sie im Manor eingesperrt. Denn außer ihnen sind alle Gäste Hexen und es wurde ein Wettkampf um die macht der vier Linien ausgerufen. Um freizukommen, müssen sie innerhalb von drei Tagen eine Reihe von Rätseln lösen und die Schwestern dürfen ihre Tarnung nicht aufgeben, gerade gegenüber Auden, der Ruby nicht kalt lässt.
Das Buch wurde „mit unvorhersehbaren Twists“ beworben, aber das war leider nicht so. Es gab an sich nichts, was wirklich groß überraschend war, vielleicht ein zwei kleinere Momente, aber eine große Überraschung blieb aus. Das wäre in Ordnung gewesen, wenn mich die Story und die Charaktere mitgenommen hätten, aber auch das war nicht der Fall. Etwa 90 Prozent des Buches bestand aus Streitereien oder Diskussionen. Sei es verschiedene Familien gegeneinander oder Ruby und Wren waren sich nicht einig. Da hat sich wirklich fast jeder mit jedem gestritten und das war doch sehr anstrengend. Sicherlich haben sie auch zusammengearbeitet, gerade um die Meisterrelikte zu finden oder im großen Endkampf, der mir etwas zu schnell ging, bedenkt man wie dort alles vonstatten ging, aber die meiste Zeit gab es wirklich nur Streitereien. So viel Streitpotential habe ich noch in keinem Buch zuvor erlebt. Die Romanze zwischen Auden und Ruby war hingegen recht süß. Angenehm langsam, auch wenn sie ja nur drei Tage zusammen waren und das vergleichsweise dann schon schnell ist, aber es wurde da nichts übereilt oder kam gezwungen rüber. Es war den Umständen geschuldet und es wurde nichts übereilt. Es gab auch keine spicy Szenen. Das hatte mir gefallen. Auch zwischen Wren und Evander ist etwas Zartes aufgeblüht und ich mochte deren Interaktionen echt gerne, weil die beiden sich mit Worten duelliert haben. Wren selbst fand ich anfangs sehr anstrengend, denn sie hat nie über Folgen nachgedacht und war recht impulsiv. Zum Glück hat sich das etwa ab der Hälfte des Buches gelegt, wo sie dann doch mal gemerkt hat, dass es gefährlich ist. Ab da hat sie mir auch deutlich besser gefallen. Die anderen Nebencharaktere, und von denen gab es einige, waren sehr unterschiedlich gehalten. Dort gab es auch Infinity, die immer mit "them", "their" oder was auch immer angesprochen wurde. Das fand ich wiederrum etwas nervig zu lesen, da ich es nicht mag, wenn plötzlich englische Wörter mitten im Satz sind und teilweise waren das extrem viele, wenn Infinity aufgetaucht ist. Das hätte man besser lösen können beim Übersetzen, denn so hat es mich persönlich immer wieder rausgebracht. Andere stört es vielleicht nicht, aber bei mir war es der Fall. Die Story war, wie bereits erwähnt, recht vorhersehbar. Die Rätsel fand ich ganz gut. Das Ende war etwas mau, da es keine wirklich Konsequenzen für bestimmte Personen gab und der große Kampf dann ein wenig zu viel des Guten war. Das Buch fand ich in Ordnung, aber zu großen Teilen recht anstrengend. Daher vergebe ich 2,5 Sterne. Auf Portalen, bei denen es keine halben gibt, runde ich auf drei auf.