Auf geht’s nach Bravetown!

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Das Cover und der Klappentext zum Buch haben mich sofort ansprechen können. Aus diesem Grund war ich super neugierig auf die Geschichte selbst. Deshalb habe ich mir den Titel auch für den Urlaub aufgehoben und musste ihn direkt innerhalb von zwei Tagen verschlingen.

Allein die Thematik in einem Themenpark und das Setting waren in meinen Augen außergewöhnlich. Zudem hat Bravetown einfach einen ganz eigenen Charme und als Leserin konnte ich gefühlt immer wieder etwas Neues entdecken. Was natürlich auch an den Beschreibungen der Autorin selbst lag, die in meinen Augen sehr detailreich waren. So fand ich genau diesen Aspekt an der Handlung auch sehr besonders.

In der Geschichte selbst treffen wir auf Esra und Noah, die beide für mich sehr unterschiedlich waren, sich jedoch auch wieder gut ergänzt haben. Vor allem fand ich ihre Dialoge und Reibereien einfach genial. Weil man dabei sofort gespürt hat, dass es zwischen ihnen förmlich unter der Oberfläche brodelt. Die Liebesgeschichte hat mir entsprechend auch so unglaublich gut gefallen und ich konnte das Tempo nachvollziehen. So kommt auch der Spice nicht zu kurz, ist jedoch sehr passend zur Handlung, würde ich sagen.

Esras Drang nach Selbstbestimmung war dabei wirklich sehr authentisch dargestellt, auch wenn sie sich plötzlich in einer Rolle wiederfindet, die sie so auf keinen Fall erwartet hat. Man spürt beim Lesen definitiv, dass sie auch ein wenig taff wirkt, sich oft aber hinter einer Fassade versteckt, die sich mehr und mehr offenbart. Gleichzeitig will sie sich im Grunde nur von den Erwartungen anderer befreien, um gewissermaßen auch ihren Eltern zu entfliehen. Umso schöner, dass sie dann in Bravetown bei ihrem Bruder ankommen kann.

Ich finde, sie macht eine unglaubliche Entwicklung über die Geschichte hinweg durch, die ich absolut nachvollziehbar finde. Und so habe ich sie mehr und mehr in mein Herz geschlossen und fand sie einfach wahnsinnig symaptisch mit all ihren Sorgen und gewissermaßen auch Ängsten, wie jeder Mensch sie eben auch hat.

Zudem fand ich, dass die Autorin sehr feinfühlig auf die Krankheit von Esra eingegangen ist, sodass ich diese zu jedem Zeitpunkt nachvollziehen konnte.

Auch Noah hat mir gut gefallen. Er ist in sich gekehrt, dadurch auch manchmal mürrisch und dennoch irgendwie auf eigene Art charmant. Und hallo, wer kann denn bitte nicht diesem unglaublichen Cowboy widerstehen? Ich auf jeden Fall nicht!

Zudem hält natürlich auch die Handlung selbst einiges für seine Lesenden bereit. Hier fand ich toll, dass wir quasi eine Art Szenerie beobachten können und sich gleichzeitig die Geschichte fortsetzt. Viele Szenen haben mich zum Lachen gebracht, bei anderen habe ich mitgefühlt, sodass der Autorin auf jeden Fall ein sehr guter Mix gelungen ist. Gleichzeitig erleben die Protagonisten auf authentische Art und Weise auch einige Höhen und Tiefen.

Der Schreibstil von Dilan Dyer war dabei humorvoll, locker und leicht zugleich, sodass ich förmlich auch nur so durch die Geschichte geflogen bin und gar nicht wollte, dass das Buch schon wieder vorbei war.

Zudem gefällt mir die Optik unglaublich gut. Der Charme der Geschichte wurde auf jeden Fall perfekt eingefangen: Von der Schrift bis zu den Grafiken und den hübschen Farben. Und auch die Kapitel Zierden im Inneren des Buches sind einfach wunderschön zu betrachten. Aus diesem Grund ein Titel, den ich alleine deshalb kaufen würde.

Insgesamt ein tolles Buch mit besonderem Setting, großartigen Protagonisten und einer spannenden Handlung. Wer also noch nach einem Roman mit Suchtpotenzial sucht, sollte sich “The Brave and the Reckless” unbedingt näher ansehen!