Eine wunderschöne Rom Com mit viel Humor, Gefühl und richtig heißem Spice. Esra und Noah haben mich überzeugt!

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kidcat283 Avatar

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Was soll ich sagen? Dieses Buch hat mich am Ende tatsächlich mit Gänsehaut und fast mit Tränen in den Augen zurückgelassen. Und wenn ein Buch das bei mir schafft, dann sind fünf Sterne für mich einfach verdient.

Dabei war mein Start gar nicht so eindeutig. Esra war mir anfangs ehrlich gesagt etwas zu chaotisch und teilweise ziemlich kindisch und auch bei Noah dachte ich erst einmal, dass dieser Mann einen gewaltigen Stock im Hintern hat. Die ersten Seiten haben mich deshalb nicht sofort komplett abgeholt. Ich hatte zwischendurch sogar die Meinungen anderer Leserinnen im Kopf, die das Buch abgebrochen hatten, und habe mich dadurch leider ein bisschen beeinflussen lassen. Genau das sollte ich wirklich lassen. Nur weil ein Buch bei anderen nicht funktioniert, heißt das schließlich noch lange nicht, dass es bei mir genauso sein muss.

Und hier hat sich das Durchhalten definitiv gelohnt. Je mehr ich Esra kennenlernen durfte, desto besser konnte ich ihre Art verstehen. Anfangs war sie für mich teilweise ziemlich anstrengend und ich wusste nicht so recht, was ich mit ihr anfangen soll. Aber je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr konnte ich hinter ihre Fassade schauen und ihre Entwicklung nachvollziehen. Gerade diese Entwicklung fand ich richtig schön und glaubwürdig. Und weil ich mich selbst in einigen ihrer Gefühle wiederfinden konnte, hat mich dieser Teil der Geschichte besonders berührt.

Auch Noah hat mir richtig gut gefallen. Aus dem peniblen Typen, der wegen ein paar Brotkrümeln kurz vor der Krise steht, wurde für mich schnell ein interessanter und charismatischer Charakter. Besonders seine ruhige und fürsorgliche Art hat mir gefallen und auch die Dynamik zwischen ihm und Esra hat für mich richtig gut funktioniert. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam, bleibt dabei glaubwürdig und lebt vor allem von den vielen kleinen Momenten zwischen ihnen. Dazu kommen die frechen Dialoge und dieser wunderbar vulgäre Humor, der für eine Rom Com einfach perfekt funktioniert.

Und dann müssen wir natürlich über den Spice reden. Ich habe schon einige Romance Bücher gelesen, aber die Spice Szenen hier gehören für mich definitiv zu den besten, die ich bisher gelesen habe. Sie waren heiß, erotisch und überraschend intensiv. Die erste Szene hat mich noch nicht komplett überzeugt, aber danach hat die Autorin wirklich ordentlich nachgelegt. Da gibt es von mir absolut nichts zu meckern.

Ein riesiges Highlight war für mich außerdem das Setting. Ein Vergnügungspark im Wilden Westen mit Cowboys, Pferden, Saloon und einer eigenen Show? Ja bitte. Ich liebe Vergnügungsparks sowieso und Bravetown wurde für mich richtig lebendig. Man merkt, dass sich die Autorin mit dem Thema beschäftigt und recherchiert hat. Ich konnte mir den Park, die Shows und die ganze Atmosphäre wirklich gut vorstellen.

Und dann ist da noch dieses Buch selbst. Die Gestaltung ist einfach wunderschön. Das Zusammenspiel aus Blau und Rosa, die goldenen Elemente, die liebevollen Details und das Ticket auf der Rückseite haben mich schon von außen begeistert. Auch im Inneren gibt es wunderschöne Illustrationen der Charaktere und weitere Details, die das Buch zu einem echten Hingucker machen. Ich habe selten ein so liebevoll gestaltetes Buch in den Händen gehalten. Selbst ohne Farbschnitt ist es für mich ein kleines Schmuckstück.

Besonders schön fand ich außerdem den Content Hinweis am Anfang. Es wird transparent darauf hingewiesen, dass bestimmte Themen für manche Leserinnen belastend sein können, und gleichzeitig wird dazu ermutigt, das Buch so zu lesen, wie man sich damit wohlfühlt. Das fand ich wirklich aufmerksam und absolut gelungen.

Am Ende bleibt für mich vor allem eines: Ich bin froh, dass ich mich nicht von anderen Bewertungen habe beeinflussen lassen. Das Buch kam bei mir leider deutlich später an und zu diesem Zeitpunkt gab es schon einige eher kritische Stimmen. Ich war dadurch voreingenommen und hatte kurz Angst, dass mir das Buch vielleicht auch nicht gefallen könnte. Zum Glück habe ich weitergelesen. Und gerade das Ende hat mir gezeigt, warum man manchmal einfach seine eigene Leseerfahrung machen sollte.