Originelle Idee mit sympathischen Figuren

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danshi Avatar

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Der Wildwest-Themenpark war für mich der eigentliche Grund, zu diesem Buch zu greifen. Liebesromane lese ich viele, aber eine Geschichte in dieser Kulisse ist mir bisher kaum begegnet. Entsprechend gespannt war ich darauf, ob diese Idee auch über den ersten Eindruck hinaus trägt. Für mich ist das gelungen. Bravetown wirkt lebendig und bildet weit mehr als nur eine dekorative Hintergrundkulisse. Gleichzeitig entwickelt sich die Beziehung zwischen Esra und Noah angenehm nachvollziehbar. Ihre Gegensätze sorgen für viele humorvolle Dialoge, ohne dass die Figuren überzeichnet wirken. Besonders mochte ich, dass beide Raum bekommen, sich weiterzuentwickeln. Der Wechsel der Erzählperspektiven hilft dabei, ihre Gedanken und Reaktionen besser zu verstehen. Auch die Nebenfiguren tragen dazu bei, dass der Themenpark wie ein Ort mit eigener Dynamik wirkt. Der Schreibstil ist flüssig, dialogstark und angenehm leicht zu lesen. Das Cover greift die Atmosphäre des Romans schön auf und macht direkt deutlich, in welche Richtung die Geschichte geht. Im Mittelteil hätte ich mir stellenweise etwas mehr Straffung gewünscht, weil das Tempo dort für meinen Geschmack leicht nachlässt. Insgesamt hat mich die Handlung aber gut unterhalten. Positiv hervorheben möchte ich außerdem, dass Esras chronische Erkrankung selbstverständlich Teil ihres Lebens bleibt, ohne ihre gesamte Persönlichkeit zu bestimmen. Das hat die Figur für mich glaubwürdig gemacht. Ich habe das Buch gerne gelesen.