Origineller Handlungsort, aber die Geschichte ist nicht ganz rund
Es ist wirklich nicht leicht, das Buch zu bewerten, da die Geschichte weder schlecht, noch überragend ist. Die Aufmachung ist natürlich ein Hingucker! Die Schrift im Westernstil, die Inhaltsangabe in Form eines Tickets und jedes Kapitel beginnt mit einer Einleitung über den Park Bravetown. Da wurden sich richtig Gedanken gemacht, womöglich, um den Inhalt ein wenig zu übertünchen. Ich finde Noah und Esra relativ sympathisch, ihre Gedanken und Gefühle sind nachvollziehbar, obwohl ich nicht verstehe, warum Esra aus ihrer Krankheit ein Geheimnis macht. Noah vollzieht dagegen eine erkennbare Wandlung und ich mag seine Zukunftsperspektiven. Die Liebesbeziehung zwischen den beiden ist wild, stürmisch, aber auch zärtlich. Die haben ihre romantischen Momente und doch fehlt mir etwas. Das Drama am Ende ist überzogen und Esra wirkt trotzig wie ein Kleinkind. Die Beschreibungen von Bravetown sind zwar lebendig und doch bleibt der Freizeitpark eher blass, ebenso die Nebencharaktere. Sinan ist zwar ein wichtiger Bezugspunkt, aber was er dort arbeitet oder warum er taub ist, bleibt offen. Auch die Show, in der beide performen, ist nur lapidar erklärt und erschließt sich mir nicht. Stattdessen werden immer wieder die 7 Minuten im Himmel erörtert und der Mittelteil hat einige Längen.
The Brave and the Reckless ist eine solide Liebesgeschichte im Westernstil. Die Hauptcharaktere zoffen, unterstützen und lieben sich, arbeiten ihre Vergangenheiten auf, aber können nicht vollends begeistern. Gerade der Themenpark ist eine neuartige Idee, die aber eher zur Randerscheinung verpufft. Schade, denn da war eindeutig mehr drin.
The Brave and the Reckless ist eine solide Liebesgeschichte im Westernstil. Die Hauptcharaktere zoffen, unterstützen und lieben sich, arbeiten ihre Vergangenheiten auf, aber können nicht vollends begeistern. Gerade der Themenpark ist eine neuartige Idee, die aber eher zur Randerscheinung verpufft. Schade, denn da war eindeutig mehr drin.