Thriller mit Schwächen

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luna66 Avatar

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Die Grundidee des vorliegenden Thrillers - vertauschte Identitäten - hat mir gut gefallen, auch wenn das keine neue Idee im Thriller-Genre ist.

Als Leser blieb man recht lange im Unklaren darüber, was mit den beiden Frauen, Jasmine und Stephanie, denn nun wirklich passiert ist. Durch diese Ungewissheit konnte die Spannung für mich recht lange aufrecht erhalten werden. Auch die kurzen knackigen Kapitel in flüssigem Schreibstil trugen zum Lesevergnügen bei.

Leider bin ich mit den beiden weiblichen Charakteren nicht wirklich warmgeworden, zu oberflächlich und klischeehaft fand ich ihre Skizzierung - hier die toughe geschiedene Karrierefrau mit schwulem Freund als best Buddy, dort die abgehängte frustrierte Kellnerin, der es endlich gelingt einer toxischen Beziehung zu entfliehen. Erstaunlich wie planvoll und abgebrüht Jasmine auf einmal agieren kann. Das konnte mich nicht überzeugen, genauso wenig wie der Charakter von Macho Trent, da wurden wirklich alle Klischees bedient.

Das Ende hat mich dann auch noch etwas enttäuscht, ich war gespannt wie sich alles auflöst, aber das war mir zu konstruiert und an den Haaren herbeigezogen.

Auf dem Cover wurde ja auch Freida Mc Fadden erwähnt, die sich lobenswert äußerte. Da muss ich sagen, dass Jessie Garcia mit ihrem Thriller noch nicht an diese heranreicht!