Düster, klamm und absolut fesselnd – Wenn Magie die Seele kostet🖤✨

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Erster Eindruck & Atmosphäre:
Wow, was für ein Einstieg! Schon der Prolog im „grauen Flügel“ des Schlosses hat mich sofort gepackt. Ada Bailey schafft es ab der ersten Seite, eine so dichte, neblige Atmosphäre aufzubauen, dass man beim Lesen fast selbst die klamme Kälte spürt. Das Setting in Daling mit seinen zwielichtigen Hafenkneipen wie dem „Mistikat“ und der „Heek Tavern“ wirkt herrlich düster und „dirty“ – genau das, was ich an Dark Fantasy liebe. 
Das Magiesystem:
Besonders fasziniert hat mich die Idee hinter den „Neblern“. Dass Magie hier nicht einfach „da“ ist, sondern ein Stück der eigenen Seele kostet und heftige körperliche Folgen haben kann, gibt der Geschichte einen richtig intensiven, gefährlichen Vibe. Auch die Sache mit der Magie in Form von Tätowierungen, die unter der Haut kribbelt, finde ich mega innovativ. 
Charaktere & Spannung:
Crane ist als Charakter sofort interessant: Er wirkt unnahbar, fast ein bisschen unterkühlt, aber man merkt sofort, dass unter der Oberfläche ein gewaltiger Racheplan brodelt. Seine Begegnung mit Leslie war toll geschrieben – man weiß nie ganz genau, wer hier wen gerade um den Finger wickelt. Und dann ist da noch Zara: Eine toughe Protagonistin, die sich beim illegalen „Paarblatt“-Kartenspiel in einem Hinterzimmer behauptet. Dass sie sogar einen Dolch im Mieder versteckt, zeigt direkt: Mit ihr ist nicht zu spaßen. 
Schreibstil:
Der Schreibstil ist super angenehm – locker, aber trotzdem bildgewaltig. Besonders die Dialoge zwischen Crane und seinem Kumpel Sullivan oder später mit Leslie fühlen sich lebendig und echt an. 
Fazit:
Nach der Leseprobe will ich unbedingt wissen, wie Crane seinen Rachefeldzug gegen den König plant und was passiert, wenn er und Zara am Kartentisch aufeinandertreffen. Das Buch steht jetzt ganz oben auf meiner Wunschliste!