mal was anderes..
Erschienen ist "The Crane and the Nightjar" erst im Februar 2026 und ist eine Dilogie, wann der zweite Band erscheinen soll, ist allerdings bisher noch nicht geplant.
Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Der dunkle Hintergrund, die Dornenranken und der Vollmond verleihen ihm eine geheimnisvolle, fast schon bedrohliche Atmosphäre – und der passende Farbschnitt mit den Dornen macht das Gesamtbild einfach perfekt. Auch die Spielkarten haben mich direkt neugierig gemacht, und im Inneren habe ich tatsächlich noch eine entdeckt. 😏
Der Einstieg ist angenehm locker, und man wird direkt mitten ins Geschehen geworfen. Schon früh erleben wir, wie sich Crane und Zara begegnen, und ich hatte sofort das Gefühl, in ihre Welt hineingezogen zu werden. Doch diese Leichtigkeit hält nicht lange an: Bereits nach wenigen Seiten verändert die Autorin Ada das Setting spürbar. Die Geschichte wird düster, intensiv und stellenweise wirklich beklemmend.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist die unglaublich bildhafte und eindringliche Schreibweise. Ich konnte die Verzweiflung und Ausweglosigkeit von Crane und Zara förmlich fühlen – manche Szenen haben mich richtig mitgenommen.
An dieser Stelle möchte ich unbedingt auf die Triggerwarnung hinweisen, die sich hinten im Buch befindet. Wenn ihr sensibel auf bestimmte Themen reagiert, schaut da bitte vorher rein – und wenn ihr möchtet, schicke ich sie euch auch gerne zu.
Sehr gelungen fand ich auch, dass die Autorin Monster, Spiele und wichtige Ereignisse immer wieder auf separaten Seiten erklärt. Das hat mir geholfen, noch tiefer in die Story einzutauchen und alles besser zu verstehen.
Zara war eine Protagonistin, die für sich selbst einstand. Sie blieb ihrer Meinung treu, ließ sich nicht einschüchtern und bewies großen Mut – sogar so weit, dass sie ihr eigenes Leben riskierte, um andere zu retten.
Crane hingegen erschien zunächst als geheimnisvoller, attraktiver Fremder, dessen Undurchschaubarkeit meine Neugier sofort geweckt hat. Wer war er, wo kam er her und welche Ziele verfolgte er? Leider wurde er für meinen Geschmack etwas zu schnell zugänglich, und die Anziehung zwischen ihm und Zara entwickelte sich beinahe abrupt zu Liebe.
Es hat mich zwar nicht gestört, dass der Romance-Anteil eher im Hintergrund blieb, dennoch hätte ich mir ein wenig mehr „Enemies to Lovers“-Dynamik gewünscht. Stattdessen waren die beiden plötzlich verliebt, und bis auf eine kurze, dezente Spice-Szene blieb es auch dabei.
Die Spannung hingegen war durchgehend spürbar. Besonders die Herausforderungen, denen sich die Kandidaten stellen mussten, waren teils erschreckend brutal und blutig dargestellt. Gegen Ende flachte die Handlung zwar kurzzeitig etwas ab, doch der abschließende Plot-Twist konnte mich wieder fesseln. Der Cliffhanger verstärkt die Spannung zusätzlich – und nun bin ich umso gespannter auf die Fortsetzung.