Starker Anfang, schwächelndes Herzstück

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Das mysteriöse Cover hat mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht: Nebel, Karten und der große Mond im Hintergrund – eine Atmosphäre, die sofort Lust aufs Lesen macht. Leider wurde das Buch für mich am Ende kein Lesehighlight des Monats, auch wenn es durchaus seine Stärken hat.
Die Geschichte dreht sich um Crane und Zara, die sich bei einem illegalen Kartenspiel kennenlernen. Kurz darauf werden sie verhaftet und geraten in einen tödlichen Wettkampf, der vom König veranstaltet wird.
Der Anfang hat mir wirklich gut gefallen. Ich bin schnell in die Geschichte hineingekommen und besonders mochte ich die kurzen Erklärungen zum Worldbuilding, die klar vom restlichen Text getrennt waren. So musste man nicht ständig hinten in einem Glossar blättern. Auch das Magiesystem klang vielversprechend und interessant. Des Weiteren fand ich es erfrischend, einmal eine Protagonistin mit grünen Haaren anzutreffen. Die anfängliche Dynamik zwischen ihr und Crane hat mir ebenfalls gut gefallen. Beide wirkten selbstbewusst und auf angenehme Art sassy.
Leider ließ das Leseerlebnis im Verlauf der Geschichte etwas nach. Immer wieder gab es Ungereimtheiten und teilweise verwirrende Sprünge in der Handlung. Besonders bei der Liebesgeschichte zwischen Crane und Zara hatte ich das Gefühl, dass wichtige Szenen fehlten. Ihre Beziehung hätte sich sehr schön entwickeln können, doch durch übersprungene Momente wirkte die Entwicklung der Gefühle plötzlich und wenig nachvollziehbar. Ich habe mich öfter gefragt: Wo kamen diese starken Gefühle auf einmal her? Dadurch wirkte ihre Lovestory auf mich nicht mehr ganz authentisch.
Ab der Mitte zog sich die Handlung für mich zudem etwas. Erst auf den letzten etwa 50 Seiten nahm die Geschichte wieder deutlich an Fahrt auf und es gab einen spannenden Plottwist. Trotzdem hat es am Ende nicht gereicht, um mich komplett zu begeistern.
Insgesamt war es für mich ein solides Leseerlebnis mit vielen interessanten Ideen. Leider hat es in der Umsetzung hier und da noch etwas gehakt. Trotzdem bin ich neugierig genug, um sicherlich auch den zweiten Band der Dilogie zu lesen und zu erfahren, wie die Geschichte ausgehen wird.