The Crane and the Nightjar: Nebelverhüllt (Band 1) von Ada Bailey • Rezension
Als Zara nach einem illegalen Kartenspiel im Kerker von Raspa landet, macht der König den Insassen ein verlockendes Angebot: die Diebe sollen in einem Wettstreit gegeneinander antreten. Schlösser knacken, Aufgaben lösen, Gefahren überstehen - und am Ende vielleicht die Freiheit gewinnen. Das Problem? Zara ist alles andere als eine Diebin und wird im Wettkampf nur bestehen können, wenn sie sich mit ihrem Zellengenossen Crane zusammentut. Doch kann Zara ihm wirklich vertrauen, oder verfolgt er nur seine eigenen Ziele?
Ada Bailey hat für den ersten Band ihrer Dilogie einen direkten Einstieg gewählt, der mich ohne Umschweife in die Story und deren düstere Grundstimmung hineinkatapultiert hat. Entsprechend gespannt habe ich die ersten Kapitel und den Beginn der Wettkämpfe verfolgt. Deadly Games kann ich spätestens seit „Die Tribute von Panem“ einfach nicht mehr widerstehen! Die Spiele sind brutal, die Einsätze hoch und es wird sehr schnell deutlich, dass hier wirklich niemand sicher ist. Nur das große „Warum“ schwebt noch etwas unbeantwortet im Hintergrund.
Erzählt wird die Geschichte aus mehreren wechselnden Perspektiven, wobei Zara und Crane den Hauptpart übernehmen. Neben den Hauptfiguren dürfen auch überraschende Nebencharaktere ein oder zwei Kapitel übernehmen, was der Handlung zusätzliche interessante Blickwinkel verleiht. Auch die Dynamik in der Gruppe von Insassen hat mir von Anfang an gut gefallen. Von direkter Abneigung, über Misstrauen, Zweckgemeinschaften und ersten vorsichtigen Allianzen ist alles dabei. Found Family ist in Ansätzen vorhanden, mir hat bis zum Ende aber doch noch etwas das Vertrauen zwischen den Figuren gefehlt.
Der Plot ist unterhaltsam mit einer spannenden Grundidee. Gleichzeitig hat mich beim Lesen öfter das Gefühl beschlichen, dass in dieser Geschichte eigentlich viel mehr steckt, als der Umfang des Buches zulässt. Manchmal springen wir doch sehr schnell von einer Szene in die nächste. Es passiert sehr viel, denn nach den Wettkämpfen geht „The Crane and the Nightjar: Nebelverhüllt“ noch ein ganzes Stück weiter, sodass einige Momente kaum Zeit bekommen, sich wirklich zu entfalten.
Auch der Fantasy-Anteil mitsamt Worldbuilding bleibt eher vage, da im Fließtext wenig Input zu beiden Themen kommt. Stattdessen taucht zwischen den Kapiteln immer wieder ein Glossar auf, das einzelne Begriffe oder Aspekte der Welt erläutert. Eine interessante Idee, dennoch hätte ich mir gewünscht, die vorgestellten Konzepte noch stärker zu erleben und weniger erzählt zu bekommen.
Was das Buch definitiv kann: unterhalten. Die Mischung aus gefährlichen Spielen, düsterer Atmosphäre und einer Prise Romantasy liest sich schnell weg und hat echtes Suchtpotenzial. Besonders gegen Ende zieht das Tempo noch einmal deutlich an. Die Handlung nimmt eine unerwartete Wendung, bevor ein Twist alles noch einmal komplett auf den Kopf stellt und auch mich eiskalt erwischt hat.
Fazit: Romantasy zum Durchsuchten - auch wenn es für ein Highlight nicht ganz gereicht hat. Ada Bailey macht bereits mit der Lesprobe alles richtig und liefert einen spannenden, düsteren Auftakt ihrer Romantasy-Dilogie, der definitiv Lust auf den zweiten Band macht.
Bewertung: 4 von 5 Sternen
©Lisa | @prettytigerbuch
https://www.prettytigerbuch.de
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Ada Bailey hat für den ersten Band ihrer Dilogie einen direkten Einstieg gewählt, der mich ohne Umschweife in die Story und deren düstere Grundstimmung hineinkatapultiert hat. Entsprechend gespannt habe ich die ersten Kapitel und den Beginn der Wettkämpfe verfolgt. Deadly Games kann ich spätestens seit „Die Tribute von Panem“ einfach nicht mehr widerstehen! Die Spiele sind brutal, die Einsätze hoch und es wird sehr schnell deutlich, dass hier wirklich niemand sicher ist. Nur das große „Warum“ schwebt noch etwas unbeantwortet im Hintergrund.
Erzählt wird die Geschichte aus mehreren wechselnden Perspektiven, wobei Zara und Crane den Hauptpart übernehmen. Neben den Hauptfiguren dürfen auch überraschende Nebencharaktere ein oder zwei Kapitel übernehmen, was der Handlung zusätzliche interessante Blickwinkel verleiht. Auch die Dynamik in der Gruppe von Insassen hat mir von Anfang an gut gefallen. Von direkter Abneigung, über Misstrauen, Zweckgemeinschaften und ersten vorsichtigen Allianzen ist alles dabei. Found Family ist in Ansätzen vorhanden, mir hat bis zum Ende aber doch noch etwas das Vertrauen zwischen den Figuren gefehlt.
Der Plot ist unterhaltsam mit einer spannenden Grundidee. Gleichzeitig hat mich beim Lesen öfter das Gefühl beschlichen, dass in dieser Geschichte eigentlich viel mehr steckt, als der Umfang des Buches zulässt. Manchmal springen wir doch sehr schnell von einer Szene in die nächste. Es passiert sehr viel, denn nach den Wettkämpfen geht „The Crane and the Nightjar: Nebelverhüllt“ noch ein ganzes Stück weiter, sodass einige Momente kaum Zeit bekommen, sich wirklich zu entfalten.
Auch der Fantasy-Anteil mitsamt Worldbuilding bleibt eher vage, da im Fließtext wenig Input zu beiden Themen kommt. Stattdessen taucht zwischen den Kapiteln immer wieder ein Glossar auf, das einzelne Begriffe oder Aspekte der Welt erläutert. Eine interessante Idee, dennoch hätte ich mir gewünscht, die vorgestellten Konzepte noch stärker zu erleben und weniger erzählt zu bekommen.
Was das Buch definitiv kann: unterhalten. Die Mischung aus gefährlichen Spielen, düsterer Atmosphäre und einer Prise Romantasy liest sich schnell weg und hat echtes Suchtpotenzial. Besonders gegen Ende zieht das Tempo noch einmal deutlich an. Die Handlung nimmt eine unerwartete Wendung, bevor ein Twist alles noch einmal komplett auf den Kopf stellt und auch mich eiskalt erwischt hat.
Fazit: Romantasy zum Durchsuchten - auch wenn es für ein Highlight nicht ganz gereicht hat. Ada Bailey macht bereits mit der Lesprobe alles richtig und liefert einen spannenden, düsteren Auftakt ihrer Romantasy-Dilogie, der definitiv Lust auf den zweiten Band macht.
Bewertung: 4 von 5 Sternen
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