Tödliche Spiele, dunkle Magie und überraschende Wendungen

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nikko_yarop Avatar

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The Crane and the Nightjar – Nebelverhüllt von Ada Bailey war ein düsterer und spannender Auftakt, der mich mit seiner intensiven Atmosphäre, interessanten Charakteren und einem gefährlichen Wettstreit überzeugt hat. Eigentlich hatte ich in Sachen Fantasy das Trope mit tödlichen Spielen etwas satt, ich bin aber sehr froh, dass ich mich davon nicht habe abschrecken lassen. Es war zwar etwas dasselbe Grundkonzept wie bei vielen solcher Bücher, allerdings hatte es so viele neue Aspekte und Fassetten, dass es wirklich sehr stimmig und spannend war.

Die Idee mit den verschiedenen tödlichen Spielen, um statt einer Hinrichtung um sein Leben kämpfen zu können. Dass die Protagonistin Zara gezwungen ist mit Crane zusammenzuarbeiten, demjenigen warum sie überhaupt erst im Gefängnis gelandet ist, fand ich auch sehr gelungen und verständlich. Ein Highlight der Geschichte ist der Wettstreit zwischen Dieben, der immer wieder für spannende und kreative Lösungen bei den Spielen sorgt. Besonders da Zara eigentlich keine Diebin ist, sondern sich nur in Sachen Sprengstoff gut auskennt. Gleichzeitig wird die Welt von Magie geprägt, die jedoch ihren Preis hat, wer sie zu oft nutzt, verliert Stück für Stück sich selbst und seine Seele und kann schließlich zu einem Krähenartigen Monster werden. Diese Idee verleiht der Geschichte eine düstere und beklemmende Atmosphäre.

Besonders gelungen ist für mich die Hauptfigur Zara beschrieben worden. Sie ist keine perfekte Heldin, sondern vorsichtig, misstrauisch und handelt oft aus der Not heraus. Genau das macht sie greifbar und authentisch. Auch Crane bleibt lange rätselhaft und sorgt mit seiner distanzierten, geheimnisvollen Art für eine spannende Dynamik zwischen den beiden. Gerade als man denkt Crane besser verstehen zu können überrasch einen die Autorin noch mehr. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam und glaubwürdig und steht nicht zu sehr im Vordergrund, sondern wächst parallel zur gefährlichen Handlung. Persönlich mag ich es mehr, wenn der Fantasy Anteil den Romance Anteil überwiegt, was bei dem Buch somit gelungen ist.

Der Schreibstil von Ada Bailey ist sehr flüssig und leicht zu lesen, wodurch man schnell in die Handlung eintauchen kann. Ich habe das Buch an einem Nachmittag gelesen und konnte es irgendwann gar nicht mehr aus der Hand legen.

(Spoilerfrei)
Das Ende schließlich hat mich mit dem unerwarteten Plot Twist auch kalt erwischt und hat mich wirklich geschockt zurückgelassen.
Fazit: Eine empfehlenswerte Geschichte für alle, die düstere Romantasy, eine starke Protagonistin und spannende Wettkämpfe mögen.