Denn Hexen werden gemacht
“The Darkest Academy” von Beril Kehribar ist ein absolut gelungener Auftakt in einer neue, düstere Romantasy Trilogie mit Academysetting.
Lucinda Gross hat ihre Eltern sehr früh verloren, nichts ist ihr geblieben außer der Vogel ihrer Mutter: Ash. Zu zweit überleben sie auf den Straßen, bis sie an ihrem 21. Geburtstag die Einladung nach Vorgoth erhält, eine Academy für Hexen. Ab da an soll sich ihr Leben ändern.
Die Geschichte ist aus mehreren Perspektiven geschrieben, doch die meiste Zeit wird Lucindas Sicht erzählt. Wir tauchen tief ein in ihre Abgründe, Gedanken, Emotionen, ihre Zerrissenheit und ihre Hoffnungen. Dazwischen ist es dann immer wieder eine willkommene Abwechslung, die Sicht anderer Nebencharaktere zu erfahren. Das Setting und die Charaktere sind düster und dennoch nahbar. Viele Emotionen kann der Leser mit Sicherheit nachempfinden und so konnte ich auch eine schnelle Bindung aufbauen. Der Anfang war zwar schwieriger und ich habe nicht so recht reingefunden, doch als die Geschichte an Fahrt aufgenommen und die Charaktere näher zueinander fanden, war ich wie gebannt. Der Spice ist wirklich gut geschrieben und beinhaltet meiner Meinung nach auch endlich wieder mehr Tension und Besonderheiten, als es in so vielen anderen Büchern ist. Es ist eine hervorragende Mischung und es dreht sich nicht bloß um Liebesgeschichten und um Spice, sondern um viel mehr, wie Freundschaften, Bindungen, Verluste und vieles mehr. Das Ende hat mich sehr überrascht, denn je weiter ich gelesen habe, desto eher habe ich mir einen bestimmten Cliffhanger vorgestellt, der aber nicht eingetreten ist. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzungen und mal sehen, ob meine Idee dort dann zu finden ist.
Dieses Buch ist auf jeden fall eine Empfehlung, auch wenn der Start für mich ein wenig holprig war.