Düster, magisch und voller Geheimnisse

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nikko_yarop Avatar

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Schon nach den ersten Kapiteln von The Darkest Academy – Bones hatte mich die Geschichte gepackt. Die düstere, geheimnisvolle Atmosphäre und das Dark-Academia-Setting rund um die Akademie Vorgoth haben für mich einen besonderen Reiz. Hinter jeder Ecke scheint eine neue Gefahr zu lauern, und die tödlichen Prüfungen, Familiare und gefährlichen Mitschüler sorgen dafür, dass die Spannung durchgehend präsent bleibt.

Besonders gut gefallen hat mir Luci als Protagonistin. Ihre Vergangenheit, ihr Schmerz und ihr Wunsch nach Rache machen sie zu einer interessanten und nicht perfekten Heldin. Gleichzeitig ist ihre Unsicherheit darüber, wem sie wirklich vertrauen kann, jederzeit spürbar. Auch die Beziehungen und Dynamiken zu Devriel und Ezra bringen zusätzliche Spannung in die Geschichte. Die beiden könnten kaum unterschiedlicher sein und gerade das Zusammenspiel aus Anziehung, Misstrauen und Geheimnissen hat mich immer wieder rätseln lassen.

Auch die Welt rund um Vorgoth konnte mich begeistern. Die unterschiedlichen magischen Fähigkeiten und Familiare wie Drachen, Basilisken und Seraphim fand ich besonders spannend. Die Akademie ist dabei nicht nur eine Kulisse für die Romance, sondern selbst ein wichtiger Bestandteil der Geschichte und eine ständige Bedrohung. Die verschiedenen Perspektiven haben der Handlung zudem mehr Tiefe verliehen und interessante Einblicke in die Charaktere ermöglicht.

An einigen Stellen hätte ich mir allerdings gewünscht, dass der Weltenaufbau noch ausführlicher ausfällt. Gerade die Magie, die Machtverhältnisse und die Geschichte dieser Welt bieten meiner Meinung nach noch sehr viel Potenzial. Manche interessante Idee wurde für meinen Geschmack etwas zu schnell angerissen. Auch die Romance und die spicy Elemente nehmen teilweise recht viel Raum ein, während ich mir an diesen Stellen mehr Fantasy und Hintergrundgeschichte gewünscht hätte. Zudem bedienen einige Charaktere durchaus bekannte Romantasy-Klischees, was natürlich Geschmackssache ist.

Trotz dieser Kritikpunkte hat mich Bones sehr gut unterhalten. Der Schreibstil von Beril Kehribar ist flüssig und atmosphärisch, die Charaktere bringen genügend Konflikte mit und die Geschichte macht neugierig auf das, was noch kommt. Besonders die vielen Geheimnisse, offenen Fragen und Verstrickungen haben dafür gesorgt, dass ich immer weiterlesen wollte.

Für mich ist The Darkest Academy – Bones ein gelungener Auftakt mit einigen Schwächen, aber vor allem mit viel Potenzial. Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte entwickelt und welche Geheimnisse in den kommenden Bänden noch ans Licht kommen.