Leider ist der Funke nicht übergesprungen
Das Buch vereint sehr düstere Themen, daher ist es sehr wichtig die Triggerwarnungen zu beachten. Das Buch ist aus mehreren Perspektiven geschrieben, doch vor allem Lucinda steht im Mittelpunkt der Gesellschaft. Sie lebt in Armut auf den Straßen und versucht verzweifelt von Tag zu Tag zu überleben – und vor allem noch genug Lebensmut aufzubringen, um weiterzumachen. An ihrem 21. Ändert sich ihr Leben als sie (hogwartsähnlich) einen Brief von der Vorgoth Akademie erhält. Doch hier zählt nur Stärke in jeder Hinsicht – und die, die nicht stark genug sind, gehen gnadenlos unter. Insgesamt lernen wir über die Perspektiven vier Personen kennen, doch nur Lucindas Sichtweise verrät uns vor allem etwas, alle anderen liefern ihre Sicht auf eine Situation, allerdings kaum mehr Informationen. Während ich weder mit Ezra noch mit Luci noch mit Devriel viel anfangen konnte, ist mir Onyx sehr ans Herz gewachsen. Vom Hörensagen ein brutaler unangenehmer Kerl, zeigte er sich als mitfühlender, empathischer Charakter, der unerwarteterweise mehr Tiefe hatte. Diese habe ich leider immer wieder bei den anderen Hauptpersonen vermisst, der Fokus lag für mich oft viel zu schnell auf dem Spice und auch die Liebesgeschichte und Anziehung wirkte auf mich wenig glaubwürdig. Dass ich trotzdem relativ gut durch das Buch gekommen bin, liegt vor allem daran, dass die Autorin, wie schon von ihrer anderen Reihe bekannt, sehr fesselnd schreibt und es so geschafft hat, dass ich trotz fehlender Verbindung zu den Charakteren stark am Roman drangeblieben bin. Auch das World Building ist sehr spannend, die Idee der Familiare, der Gedanke, wie Magie entsteht und auch das Bindungsritual ist sehr spannend und logisch aufgebaut. Insgesamt würde ich dem Buch 2,5 Sterne geben . Allerdings würde ich allein für das innovative World Building dem 2. Band eine Chance geben.