Starker Anfang und starkes Ende trotz einigen Schwächen.
– Nachdem mich die Empire-of-Sins-and-Souls-Reihe der Autorin so begeistert hat, musste ich The Darkest Academy einfach lesen. Leider konnte es mich nicht so sehr packen wie erhofft –
Den Einstieg fand ich unglaublich stark und atmosphärisch. In den Dregs überleben rotblütige Hexen und Hexer, die sich vor den blaublütigen Magiern und Hexenjägern im Untergrund verstecken. Sie werden mit Propaganda beschallt, welche die Hexer auffordert, ihre magische Verbindung mit ihrem Familiar aufzulösen, denn ohne diese hätten sie keine Kräfte. Dieses Setting hat meine Erwartungen noch mal richtig in die Höhe getrieben … doch leider ließ die Spannung ab der Academy nach.
Das größte Problem an der Academy war, dass ich mir die Prüfungen viel spannender vorgestellt hatte. Ja, die Stimmung ist durchwegs düster und auch durchaus gefährlich. Trotzdem konnte es mich aber irgendwie nicht packen. Vieles, was im Unterricht passiert, bekommt man nur von der Protagonistin erzählt, anstatt es selbst mitzuerleben (sehr viel Tell statt Show). Auch das Erlernen und Kontrollieren von Lucis Fähigkeiten bekommt man nur am Rand mit. Generell beschäftigt sich der Plot eher mit dem Liebesdreieck und den Dialogen der Figuren. Die Nachforschung zu den Eltern wurde eher in den Hintergrund gedrückt.
Luci hat mir gefallen. Sie beugt sich vor niemandem, selbst vor den berüchtigten Saints nicht. Schon früh musste sie lernen, sich emotional zu verschließen, um zu überleben. Die Themen, welche ihr in der Kindheit widerfahren sind, werden zwar nur angedeutet, aber selbst das war schon echt heftig. Manchmal konnte ich ihre Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Trauma Bewältigung für Außenstehende, die es selbst nicht erlebt haben, oft paradox wirken kann.
Mit dem Liebesdreieck hatte ich etwas Probleme, da die körperliche Anziehung für meinen Geschmack viel zu schnell passiert und ist. Was mich an den Dialogen etwas irritiert hat, war, dass fast alle Männer im Buch Luci lesen konnten. Als wären sie jahrelang ihre Psychologen gewesen, und das, obwohl sie zu dem Zeitpunkt gar keine oder erst ein paar Sätze miteinander gesprochen haben. Weder Ezra noch Devriel waren mein Favorit, es war Onyx. Onyx war der Charakter, der mir von den Saints am meisten ans Herz gewachsen ist, und das, obwohl er der ruhigste von ihnen war. Ich schätze, gerade deswegen ist er herausgestochen.
Zum Schluss kam dann auch endlich wieder die Spannung, die ich mir bei den restlichen Prüfungen gewünscht habe. Es gab Wendungen, die mich dann doch noch zum zweiten Band greifen lassen wollen.
Fazit: Der Anfang und das Ende waren richtig stark und viele Elemente der Geschichte haben Potenzial. Mir war es leider viel zu viel Tell statt Show, wenn es um den Academy Alltag ging. Auch die Dialoge empfand ich teils unrealistisch philosophisch, obwohl sich die Figuren noch nicht gut kannten. Da ich den zweiten Band schon vorbestellt hatte und mich das Ende dann doch wieder neugierig gemacht hat, werde ich den nächsten Band trotz Kritikpunkten noch lesen. 3 Sterne
Den Einstieg fand ich unglaublich stark und atmosphärisch. In den Dregs überleben rotblütige Hexen und Hexer, die sich vor den blaublütigen Magiern und Hexenjägern im Untergrund verstecken. Sie werden mit Propaganda beschallt, welche die Hexer auffordert, ihre magische Verbindung mit ihrem Familiar aufzulösen, denn ohne diese hätten sie keine Kräfte. Dieses Setting hat meine Erwartungen noch mal richtig in die Höhe getrieben … doch leider ließ die Spannung ab der Academy nach.
Das größte Problem an der Academy war, dass ich mir die Prüfungen viel spannender vorgestellt hatte. Ja, die Stimmung ist durchwegs düster und auch durchaus gefährlich. Trotzdem konnte es mich aber irgendwie nicht packen. Vieles, was im Unterricht passiert, bekommt man nur von der Protagonistin erzählt, anstatt es selbst mitzuerleben (sehr viel Tell statt Show). Auch das Erlernen und Kontrollieren von Lucis Fähigkeiten bekommt man nur am Rand mit. Generell beschäftigt sich der Plot eher mit dem Liebesdreieck und den Dialogen der Figuren. Die Nachforschung zu den Eltern wurde eher in den Hintergrund gedrückt.
Luci hat mir gefallen. Sie beugt sich vor niemandem, selbst vor den berüchtigten Saints nicht. Schon früh musste sie lernen, sich emotional zu verschließen, um zu überleben. Die Themen, welche ihr in der Kindheit widerfahren sind, werden zwar nur angedeutet, aber selbst das war schon echt heftig. Manchmal konnte ich ihre Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Trauma Bewältigung für Außenstehende, die es selbst nicht erlebt haben, oft paradox wirken kann.
Mit dem Liebesdreieck hatte ich etwas Probleme, da die körperliche Anziehung für meinen Geschmack viel zu schnell passiert und ist. Was mich an den Dialogen etwas irritiert hat, war, dass fast alle Männer im Buch Luci lesen konnten. Als wären sie jahrelang ihre Psychologen gewesen, und das, obwohl sie zu dem Zeitpunkt gar keine oder erst ein paar Sätze miteinander gesprochen haben. Weder Ezra noch Devriel waren mein Favorit, es war Onyx. Onyx war der Charakter, der mir von den Saints am meisten ans Herz gewachsen ist, und das, obwohl er der ruhigste von ihnen war. Ich schätze, gerade deswegen ist er herausgestochen.
Zum Schluss kam dann auch endlich wieder die Spannung, die ich mir bei den restlichen Prüfungen gewünscht habe. Es gab Wendungen, die mich dann doch noch zum zweiten Band greifen lassen wollen.
Fazit: Der Anfang und das Ende waren richtig stark und viele Elemente der Geschichte haben Potenzial. Mir war es leider viel zu viel Tell statt Show, wenn es um den Academy Alltag ging. Auch die Dialoge empfand ich teils unrealistisch philosophisch, obwohl sich die Figuren noch nicht gut kannten. Da ich den zweiten Band schon vorbestellt hatte und mich das Ende dann doch wieder neugierig gemacht hat, werde ich den nächsten Band trotz Kritikpunkten noch lesen. 3 Sterne