Düster, raffiniert und mit tödlichem Geschmack
Diese Leseprobe zieht einen von der ersten Sekunde an mit einer bestechenden, unheilvollen Atmosphäre in den Bann. Der Prolog aus der Sicht der legendären Starköchin Maria Capello setzt sofort den perfekten Ton: Rezepte und Familien gleichen sich darin, dass selbst die besten dunkle Geheimnisse hüten. Die Suche nach der perfekten Zutat für die berühmten Fleischbällchen und das Versprechen, das lang gehütete Mysterium nun endlich zu enthüllen, erzeugen direkt eine prickelnde Gänsehaut.
Der Wechsel in den Alltag der Lektorin Thea Woods bildet dazu einen herrlich geerdeten, fast schon beklemmend authentischen Kontrast. Der schwere Heimweg durch das regennasse Brooklyn mit einem quengelnden Kleinkind, die unterschwelligen Spannungen in ihrer Ehe mit Jacob und die ständige Versagensangst im Job spiegeln die Zerrissenheit einer Frau wider, die beruflich wie privat um Halt kämpft. Besonders genial ist der Moment im Treppenhaus: Was wie der Duft eines köstlichen Bratens beginnt, kippt schleichend in den süßlichen Geruch von Verwesung – eine meisterhafte Vorausdeutung auf das, was da noch köchelt.
Als Thea am nächsten Morgen bei Hanes House Press zur Chefin zitiert wird, rechnet sie mit ihrer fristlosen Kündigung. Doch statt des Rauswurfs wartet die absolute Sensation: Ausgerechnet Starköchin Maria Capello will ihre brisanten Memoiren veröffentlichen – inklusive der Enthüllungen über das mysteriöse Verschwinden ihres Mannes vor dreißig Jahren –, und sie verlangt ausdrücklich Thea als Lektorin. Sofort steht die Frage im Raum, ob Maria sie wirklich schätzt oder eine leicht zu manipulierende Partnerin sucht, um eine bequeme Version der Wahrheit zu zementieren. Die Mischung aus Kriminalfall, psychologischem Machtspiel und scharfzüngigem Blick hinter die Kulissen der Verlagswelt ist absolut fesselnd konstruiert.
Ich möchte dieses Buch unbedingt weiterlesen. Der Auftakt verspricht einen herrlich morbiden, psychologisch dichten Pageturner voller unvorhersehbarer Wendungen, bei dem man jedem weiteren Gang förmlich entgegenfiebert.
Der Wechsel in den Alltag der Lektorin Thea Woods bildet dazu einen herrlich geerdeten, fast schon beklemmend authentischen Kontrast. Der schwere Heimweg durch das regennasse Brooklyn mit einem quengelnden Kleinkind, die unterschwelligen Spannungen in ihrer Ehe mit Jacob und die ständige Versagensangst im Job spiegeln die Zerrissenheit einer Frau wider, die beruflich wie privat um Halt kämpft. Besonders genial ist der Moment im Treppenhaus: Was wie der Duft eines köstlichen Bratens beginnt, kippt schleichend in den süßlichen Geruch von Verwesung – eine meisterhafte Vorausdeutung auf das, was da noch köchelt.
Als Thea am nächsten Morgen bei Hanes House Press zur Chefin zitiert wird, rechnet sie mit ihrer fristlosen Kündigung. Doch statt des Rauswurfs wartet die absolute Sensation: Ausgerechnet Starköchin Maria Capello will ihre brisanten Memoiren veröffentlichen – inklusive der Enthüllungen über das mysteriöse Verschwinden ihres Mannes vor dreißig Jahren –, und sie verlangt ausdrücklich Thea als Lektorin. Sofort steht die Frage im Raum, ob Maria sie wirklich schätzt oder eine leicht zu manipulierende Partnerin sucht, um eine bequeme Version der Wahrheit zu zementieren. Die Mischung aus Kriminalfall, psychologischem Machtspiel und scharfzüngigem Blick hinter die Kulissen der Verlagswelt ist absolut fesselnd konstruiert.
Ich möchte dieses Buch unbedingt weiterlesen. Der Auftakt verspricht einen herrlich morbiden, psychologisch dichten Pageturner voller unvorhersehbarer Wendungen, bei dem man jedem weiteren Gang förmlich entgegenfiebert.