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melinarap Avatar

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Die Idee der Geschichte hat mich sofort neugierig gemacht. Eine Autorin, deren feministischer Roman verfilmt werden soll – nur leider nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat. Statt der ursprünglichen Botschaft fordert Hollywood plötzlich mehr Drama, mehr Action und vor allem mehr „Spice“. Dieser Konflikt zwischen künstlerischer Vision und kommerziellen Erwartungen wirkt schon in der Leseprobe sehr spannend und bietet viel Potenzial für Humor, aber auch für ernste Themen rund um kreative Freiheit.

Tash war mir direkt sympathisch. Sie wirkt selbstbewusst, klug und gleichzeitig sehr authentisch in ihrer Frustration darüber, dass ihre Geschichte verändert werden soll. Genau dieser innere Konflikt macht sie als Figur interessant. Man möchte unbedingt wissen, ob und wie sie es schafft, ihre eigenen Werte in der Verfilmung zu verteidigen.

Der Schreibstil liest sich angenehm leicht und flüssig. Gleichzeitig gibt es viele humorvolle Momente und kleine, schlagfertige Dialoge, die beim Lesen immer wieder ein Schmunzeln auslösen. Besonders neugierig macht auch die Dynamik zwischen Tash und Caleb. Als Intimitätskoordinator bringt er eine ganz eigene Perspektive auf Nähe, Beziehungen und Darstellung von Intimität in Filmen mit – und es scheint, als würde zwischen den beiden schnell eine besondere Chemie entstehen.

Auch das Setting rund um Buchverfilmung, Filmindustrie und kreative Prozesse finde ich sehr interessant. Geschichten über Bücher und ihre Entstehung oder Umsetzung haben immer einen besonderen Reiz, weil man einen Blick hinter die Kulissen bekommt.

Die Leseprobe hat auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht. Ich erwarte eine humorvolle, romantische und gleichzeitig kluge Geschichte über Selbstbestimmung, kreative Kompromisse und eine Beziehung, die sich vielleicht ganz anders entwickelt als jedes Drehbuch.