Anderes erwartet
Turner Gable Kahn erzählt in ihrem Buch von der Umwandlung eines feministischen Buches in eine alltagstauglich Serie. In einer hin und wieder doch anstrengenden Schreibweise erfahren wir, wie sich die Autorin gegen die Änderungen Ihres Buches wehrt, die in der Filmbranche zur Vermarktung notwendig werden. Vertraglich ist sie aber gezwungen hier mitzuarbeiten und bekommt einen Intimitätskoordinator zur Seite gestellt. Dieser hat die undankbare Aufgabe einen Mittelweg zu finden, um allen Parteien gerecht zu werden.
Die Hauptprotagonisten sind sehr gut aufgebaut und auch sehr sympathisch. Leider kann ich mich nur sehr schwer in die Denkweise von Tash hineinversetzen, denn für mich ist Feminismus etwas anderes. Dass sie dagegen kämpft, dass ihr Buch in der Serie so ganz anders dargestellt werden soll, als sie es gedacht und geschrieben hat, ist verständlich und auch nachzuvollziehen, aber die eigentlichen Beweggründe dahinter sind für mich persönlich zu überzogen.
So bleibt für mich nur eine normale Liebesgeschichte, die noch nicht mal wirklich so spicy ist wie man eigentlich erwartet hat.
Ich denke, dass meine Erwartungen sowohl im Hinblick auf Feminismus, aber auch um die körperliche Liebesgeschichte viel zu hoch waren, denn der Klappentext hat mich hier wirklich anderes erwarten lassen. Sehr schade, denn das Thema hätte viel Potential gehabt.