Female Rage. Manchmal etwas zu viel davon.
Ich bin dem Cover und dem Titel zum Opfer gefallen und musste es dann einfach lesen, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte.
Nach der Leseprobe war ich völlig hyped, da mir der Schreibstil und das Thema richtig gut gefallen haben. Die Protagonistin Tash ist herrlich verpeilt, oft unfreiwillig komisch und extrem stur, vor allem aber absolut starr in ihren Ansichten. Das wirkte sich leider nicht immer nur positiv auf die Geschichte aus.
Leider bin ich im Anschluss an die Leseprobe, als ich dann vollständig in das Buch eintauchen konnte, direkt auf den Regisseur getroffen. Und da wurde es erstmal schwierig. Gefühlt jede Begegnung mit diesem Typen bzw seinem ganzen Team scheinen die Geschichte auszubremsen. Diese Stellen waren leider manchmal doch etwas langatmig und Tashs Sturheit war dem Ganzen dann nicht gerade zuträglich in diesen Momenten.
Selbiges gilt aber auch für Caleb, unseren Intimitätskoordinator. Ich mochte ihn auf Anhieb sehr und sehe ihn eigentlich auch als Greenflag an. Nur leider hat er dann immer wieder mal irgendwelche undurchdachten Aussagen rausgehauen oder Dinge abgezogen bzw verheimlicht, und manchmal einfach auch nur nicht klar formuliert, sodass ich das ein oder andere Mal tatsächlich selbst an ihm - und meiner Wahrnehmung und meinem Urteilsvermögen - gezweifelt habe.
Nebencharaktere gab es ja einige, die sehr unterschiedlich in ihrer Screentime waren. Tashs beste Freundin mochte ich sehr. Deren Frau ehrlich gesagt weniger. Irgendwie war die mir immer etwas unsympathisch. Aber auch die Personen vom Set waren gut ausgearbeitet und mal mehr oder weniger sympathisch. Wen ich für mich direkt gar nicht mochte, war die Dame, welche die Hauptrolle in Tashs Film bekleidet hat. Auch wenn die Gute zum Schluss hin noch ihre Schlüsselrolle hatte.
Was mir besonders gut gefallen hat, waren die Einblicke hinter die Kulissen eines Filmsets bzw der Vorarbeit zu den Dreharbeiten. Ich fand unglaublich interessant, was da so alles passiert und wie ein Intimitätskoordinator arbeitet, wofür dieser zuständig ist. Auch die Dynamik zwischen Tash und Caleb hat mich im Großen und Ganzen überzeugt.
Was ich irgendwann jedoch als störend empfand, war Tashs andauernde Wut, die manchmal wirklich einfach nur unangebracht war. Die sie gerne auch mal an den falschen Personen ausgelassen hat. Wie kann jemand bitte so dermaßen stur und bockig sein in dem Alter? Das erwarte ich von einem Teenie, aber nicht von jemandem in seinen Dreißigern.
Alles in allem hat mir »The dirty Version« aber richtig gut gefallen und es hat Spaß gemacht Zeit mit Tash und Caleb zwischen Intimitätskoordination und ein wenig Burlesque zu verbringen.
Von mir gibt es also eine klare Leseempfehlung für alle, die mit einem guten Maß an Feminismus und Female Rage umgehen können und eine gute Prise Humor lieben.
»[...] »denn ich bin einer von den Guten.«
Das hätte Tash nur zu gern geglaubt, aber sie hatte es auf die harte Tour lernen müssen: Gute Männer gab es nicht. Sie existierten nicht.«
Auszug aus dem Buch »The dirty Version« von Turner Gable Kahn
Nach der Leseprobe war ich völlig hyped, da mir der Schreibstil und das Thema richtig gut gefallen haben. Die Protagonistin Tash ist herrlich verpeilt, oft unfreiwillig komisch und extrem stur, vor allem aber absolut starr in ihren Ansichten. Das wirkte sich leider nicht immer nur positiv auf die Geschichte aus.
Leider bin ich im Anschluss an die Leseprobe, als ich dann vollständig in das Buch eintauchen konnte, direkt auf den Regisseur getroffen. Und da wurde es erstmal schwierig. Gefühlt jede Begegnung mit diesem Typen bzw seinem ganzen Team scheinen die Geschichte auszubremsen. Diese Stellen waren leider manchmal doch etwas langatmig und Tashs Sturheit war dem Ganzen dann nicht gerade zuträglich in diesen Momenten.
Selbiges gilt aber auch für Caleb, unseren Intimitätskoordinator. Ich mochte ihn auf Anhieb sehr und sehe ihn eigentlich auch als Greenflag an. Nur leider hat er dann immer wieder mal irgendwelche undurchdachten Aussagen rausgehauen oder Dinge abgezogen bzw verheimlicht, und manchmal einfach auch nur nicht klar formuliert, sodass ich das ein oder andere Mal tatsächlich selbst an ihm - und meiner Wahrnehmung und meinem Urteilsvermögen - gezweifelt habe.
Nebencharaktere gab es ja einige, die sehr unterschiedlich in ihrer Screentime waren. Tashs beste Freundin mochte ich sehr. Deren Frau ehrlich gesagt weniger. Irgendwie war die mir immer etwas unsympathisch. Aber auch die Personen vom Set waren gut ausgearbeitet und mal mehr oder weniger sympathisch. Wen ich für mich direkt gar nicht mochte, war die Dame, welche die Hauptrolle in Tashs Film bekleidet hat. Auch wenn die Gute zum Schluss hin noch ihre Schlüsselrolle hatte.
Was mir besonders gut gefallen hat, waren die Einblicke hinter die Kulissen eines Filmsets bzw der Vorarbeit zu den Dreharbeiten. Ich fand unglaublich interessant, was da so alles passiert und wie ein Intimitätskoordinator arbeitet, wofür dieser zuständig ist. Auch die Dynamik zwischen Tash und Caleb hat mich im Großen und Ganzen überzeugt.
Was ich irgendwann jedoch als störend empfand, war Tashs andauernde Wut, die manchmal wirklich einfach nur unangebracht war. Die sie gerne auch mal an den falschen Personen ausgelassen hat. Wie kann jemand bitte so dermaßen stur und bockig sein in dem Alter? Das erwarte ich von einem Teenie, aber nicht von jemandem in seinen Dreißigern.
Alles in allem hat mir »The dirty Version« aber richtig gut gefallen und es hat Spaß gemacht Zeit mit Tash und Caleb zwischen Intimitätskoordination und ein wenig Burlesque zu verbringen.
Von mir gibt es also eine klare Leseempfehlung für alle, die mit einem guten Maß an Feminismus und Female Rage umgehen können und eine gute Prise Humor lieben.
»[...] »denn ich bin einer von den Guten.«
Das hätte Tash nur zu gern geglaubt, aber sie hatte es auf die harte Tour lernen müssen: Gute Männer gab es nicht. Sie existierten nicht.«
Auszug aus dem Buch »The dirty Version« von Turner Gable Kahn