Hält nicht, was es verspricht

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zissi_1705 Avatar

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Tash hat mit ihrem Debüt-Roman einen Überraschungshit gelandet, der nun verfilmt werden soll. Da der Regisseur der geplanten Serienadaption allerdings die Sexualität der Protagonisten explizit zeigen möchte, sieht sich Tash gezwungen, die Drehbücher mit dem Intimitätskoordinator Caleb dementsprechend anzupassen, was ihr allerdings komplett zuwider ist.

Leider hatte ich völlig falsche Erwartungen an das Buch: Anstelle eine kurzweiligen romantischen Komödie war es ein feministischer Roman, der leider überhaupt keine humorvollen Elemente hatte. Durch die Ernsthaftigkeit hat das Buch Längen, obwohl die Handlung sich nur auf ca. 300 Seiten erstreckt.

Die Protagonistin Tash wirkt leider aufgrund ihres Starrsinns sehr unsympathisch. Trotz ihrer Unsicherheit handelt sie sehr entschlossen und reagiert an einigen Stellen komplett überzogen, sodass es absolut nicht nachvollziehbar ist, was Caleb an ihr findet. Auch, dass ihr Feminismus sie davon abhält, explizite Szenen zu entwerfen, macht für mich keinen Sinn, denn die Scham vor der weiblichen Sexualität hat für mich nichts mit Feminismus zu tun.

Ich kann das Buch leider nicht empfehlen.