Leider anders als erwartet

Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern Leerer Stern
man.dy Avatar

Von

Nachdem mich das Cover angesprochen hat, und das Buch sich nach einer Feelgood-Lovestory angehört hat, habe ich mich extrem gefreut, endlich dieses Buch zu beginnen.

Im Buch geht es um Tash, deren feministischer Roman verfilmt wird, aber Hollywood setzt statt Empowerment auf Sexszenen - sie muss das Drehbuch also "sexier" umschreiben, wenn sie ein Mitspracherecht bei der Handlung haben möchte. Deshalb arbeitet sie mit Caleb, dem Intimitätskoordinator, eng zusammen und auch privat lernen sie sich immer näher kennen.

Die Geschichte hat sich für mich sehr gezogen, obwohl man das Buch sehr flüssig und schnell lesen kann. Trotzdem war es für mich im gesamten Buch einfach nie richtig spannend; ich konnte das Buch ständig ohne weitere Probleme beiseite legen.

Dafür, dass das Buch einen "anstößigen" Titel hat und zu einem großen Teil davon handelt, dass sie Sexszenen umschreiben, fand ich die Intimität im Buch selbst nahezu nicht vorhanden. Auch die Spannung zwischen den beiden ist nicht bis zu mir durchgedrungen.

Dazu kam, dass mich Tash nach einer Zeit einfach nur noch genervt hat, mit ihrem dauernden Feminismus, mit dem sie es zu weit treibt. Feminismus ist etwas anderes als Männerhass - das hat sie offensichtlich noch nicht verstanden. Die ständige Verteidigung ihrerseits zu ihrem übertriebenen Verhalten rechtfertigt sie mit ihrer Vergangenheit - sehr erwachsen. Generell haben sich beide Hauptfiguren für mich nicht besonders erwachsen, sondern eher wie im Teenie-Alter angefühlt.

Gegen den Schreibstil habe ich nichts auszusetzen, verbessert aber leider auch nicht die Handlung!

Ich freue mich trotzdem, dass ich die Möglichkeit hatte, das Buch zu lesen und hoffe, dass es anderen besser gefällt! 🥰