Leider etwas langatmig

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hundeliebhaberin Avatar

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Tash ist Autorin eines feministischen Romans, der nun in Form einer Serie verfilmt werden soll. Der Regisseur sieht jedoch die Notwendigkeit einer Dirty Version, weshalb das Drehbuch unter Intimitätskoordinator Caleb um einige Sexszenen erweitert werden soll. Tash ist alles andere als begeistert davon, denn sie möchte nicht, dass ihr empowernder Roman zu einem sexuell aufgeladenen Hollywoodklischee verkommt. Während Tash zunächst große Abneigung gegenüber der Idee und auch gegenüber Caleb verspürt, kann er sie im Verlauf noch überraschen.

Sowohl der Klappentext als auch die Leseprobe konnten mich durch den lockeren, humorvollen Schreibstil und den interessanten Ausgansplot überzeugen. Turner Gable Kahn hat mich dann nach den ersten Kapiteln jedoch wieder etwas verloren. Während ich mich auf eine starke Figurenentwicklung gefreut habe, habe ich Tash als sehr verbissen, stur und stets ablehnend empfunden. Ich verstehe ihren Punkt und kann mir vorstellen, dass ein Eingreifen in das eigene Werk sehr verletztend sein kann. Doch die ewigen Bemühungen von Caleb, die steten Abweisungen von ihr und das Auftreten des Regisseurs haben mich nach einer Weile genervt. Ich habe viele Stellen als sehr langatmig empfunden und konnte auch der Romance zwischen Tash und Caleb überhaupt nicht folgen oder sie nachspüren, weil ich deren Entwicklung nicht nachvollziehbar fand.
Was ich interessant fand, waren generell die Einblicke in die Abläufe, wenn ein Buch verfilmt wird. Aber die Lovestory und die Figuren, insbesondere Tash, konnten mich nicht überzeugen. Vielleicht hätten Perspektivwechsel das Buch für mich interessanter und weniger langatmig gemacht.