Sex sells... aber sicher nicht dieses Buch

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samyra Avatar

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Ich war guter Dinge und habe mich wirklich auf diese Geschichte gefreut. Eine Frau die ihr Werk nicht durch unnötigen Spice aufbauschen lassen möchte und viel mehr an der Message ihrer Geschichte festhalten möchte.

Was ich allerdings bekam war eine Mischung aus kompliziertem Erzählstil, unliebsamen Charakteren und tonnenweise Enttäuschung über diese Liebesroman.

Fangen wir mit dem Erzählstil an. Das Buch las sich nicht einfach und viele Sätze waren komplizierter und umfangreicher als sie es hätten sein müssen. Ein Liebesroman ist für mich eine leichte Unterhaltung. Wenn ich anspruchsvolle Lektüre möchte, wähle ich ein anderes Genre. Die Erzählform der dritten Person hat es leider auch nicht leichter gemacht dem Geschehnissen folgen zu können und ich musste wirklich oft die ganze Seite nochmal lesen damit ich überhaupt Ahnung davon hatte was wo und wie gerade passierte.

Wäre die Erzählform aus der Ich-Perspektive geschrieben gewesen, hätte ich das Buch allerdings auch nicht lieber gehabt. Denn ich fand Tash nicht nur nervig sondern komplett überzogen. Immerzu hat sie Streit gesucht und wirklich aus jeder kleinsten Kleinigkeit ein Problem gemacht. Das macht diese ganze 'starke Frau'-Message die das Buch wohl eigentlich übermitteln wollte hinfällig und geradzu lächerlich. Ich fand mich sogar in der Position wieder, dass ich kein Happy End wollte! Caleb hatte jemand Besseren als sie verdient. Zu dieser Aussage stehe ich!

Was mich jedoch mit am meisten gestört hat war, dass wir hier ein Buch darüber haben, wie alles nur noch mit Sex und Spice und Lust dekoriert wird damit es mehr Leute anspricht. ABER nicht eine einzige Szene wurde in dieser Hinsicht ausgeschrieben. Man könnte nun entgegen halten, das das für das Buch doch sogar noch förderlicher ist... Aber nein. Wenn in einem Liebesroman nicht einmal der erste Kuss ausgeschrieben wird - das, was eigentlich etwas ist dem man immer hin fiebert - dann ist es einfach kein Liebesroman. Tut mir nicht leid! Jeder Kuss der danach kurz angeschrieben war, fühlte sich falsch an, da es keine große Explosion gab.

Als Fazit würde ich sagen, das es ein Buch ist, dass sich Liebesroman-Liebhaber durchaus sparen können. Mich hat es so sehr gelangweilt und angestrengt, dass ich es einfach nur noch beenden wollte...