Unterhaltsam, aber mit emotionaler Dauerschleife

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katercarlo Avatar

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Ich habe mir vor Kurzem Dirty Version von Turner Gable Kahn vorgenommen, weil ich Lust auf eine leichte, kurzweilige Lektüre hatte. Und genau das habe ich in weiten Teilen auch bekommen. Die Liebesgeschichte an sich ist wirklich nett und hat mich von der ersten Seite an gut unterhalten. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, sodass ich das Buch schnell durchlesen konnte. Für ein paar entspannte Stunden auf dem Sofa ist die Dynamik zwischen den Charakteren absolut passend und bringt das Herz durchaus zum Schmelzen.
Allerdings gab es zwei Punkte, die meinen Lesespaß immer wieder ein wenig gedämpft haben. Zum einen verfällt die Story regelmäßig in diese typisch amerikanische Überdramatik. Manchmal dachte ich mir, Leute, schaltet doch mal einen Gang zurück. Jede Kleinigkeit wird künstlich aufgebauscht, was für mich die Authentizität der Figuren leider etwas geschmälert hat.
Zum anderen, und das war mein größter Kritikpunkt, wird das Rahmenthema Feminismus sehr repetitiv behandelt. Es ist zwar lobenswert, dass gesellschaftliche Debatten in eine Romance-Story einfließen, aber in diesem Fall drehen sich die Gespräche gefühlt permanent im Kreis. Anstatt die Thematik progressiv weiterzuentwickeln, wird immer und immer wieder dieselbe Diskussion geführt. Das fing mich leider relativ schnell an zu nerven, weil es der Handlung die Dynamik nahm.
Trotz dieser Schwächen bleibt das Buch für mich unterm Strich eine schöne Geschichte. Wer über ein gewisses Maß an Drama und Themawiederholungen hinwegsehen kann, findet hier eine gelungene, emotionale Romance für zwischendurch.