Zwischen Bucherfolg und Hollywood

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hasi_mimi Avatar

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Ich habe "The Dirty Version" mit großer Neugier gelesen und war schon nach den ersten Seiten ziemlich schnell in der Geschichte drin. Im Mittelpunkt steht Natasha, eine Autorin, deren feministischer Bestseller plötzlich als Serie verfilmt werden soll. Eigentlich klingt das nach einem Traum, doch schnell wird klar, dass der Regisseur eine ganz andere Vorstellung von der Umsetzung hat als sie selbst. Genau dieser Konflikt zieht sich spannend durch die Handlung und hat mich beim Lesen wirklich interessiert.

Ich mochte besonders, dass Natasha als Figur sehr menschlich wirkt. Sie ist nicht perfekt, zweifelt viel und fühlt sich oft überfordert mit dem ganzen Chaos rund um Hollywood, Verträge und Erwartungen. Der Schreibstil ist locker, teilweise humorvoll und lässt sich sehr angenehm lesen.

Was mir ebenfalls direkt ins Auge gefallen ist, war das Cover. Ich finde, es passt richtig gut zur Geschichte, weil es modern wirkt und gleichzeitig ein bisschen frech und selbstbewusst daherkommt.

Ein kleiner Kritikpunkt für mich waren allerdings die recht langen Kapitel. Dadurch eignet sich für mich das Buch weniger dafür, „mal eben schnell“ noch ein Kapitel zwischendurch zu lesen oder spontan hinten dranzuhängen. Man braucht schon etwas mehr Zeit, um in einem Stück weiterzukommen, was den Lesefluss im Alltag ein bisschen einschränken kann.

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten. Besonders die Idee hinter der Story, ein Buch, das plötzlich von der Filmindustrie verändert werden soll, fand ich spannend.