Zwischen Fassade und unbequemen Wahrheiten

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s_ophia Avatar

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The Dirty Version hat mich mit seinem etwas anderen Ansatz überrascht. Schon zu Beginn merkt man, dass es hier nicht um eine klassische, glatt erzählte Geschichte geht, sondern um Figuren mit Ecken, Kanten und Geheimnissen. Die Welt rund um Medien, Öffentlichkeit und persönliche Abgründe wirkt spannend und teilweise auch unangenehm nahbar.

Besonders gefallen hat mir, dass die Charaktere nicht perfekt sind. Sie wirken widersprüchlich, treffen fragwürdige Entscheidungen und machen genau dadurch die Geschichte interessant. Man hinterfragt beim Lesen immer wieder, was echt ist und was nur nach außen hin dargestellt wird.

Der Schreibstil ist direkt und teilweise etwas sprunghaft, was anfangs ungewohnt sein kann, aber gut zur Thematik passt. Für mich hat das Buch vor allem durch seine Atmosphäre und die Dynamik zwischen den Figuren funktioniert, auch wenn nicht jede Entwicklung komplett überraschend war.

Insgesamt ein Buch, das etwas anders ist, zum Nachdenken anregt und hinter die Fassade blickt – nicht immer leicht, aber definitiv interessant zu lesen.